Mal kurz weg



Wir waren dann mal kurz weg. In einem Land voller Geschichte und Geschichten.

No dogs allowed


Sobald die Fotos gesichtet und wir wieder richtig angekommen sind, gibt es mehr.

Nachtrag: Ein Klick auf das Bild zeigt den manchmal etwas makabren Humor und die wunderbare Direktheit der Einheimischen etwas größer auf dem Bildschirm.



Geschrieben am 27.07.2014 um 07.12 Uhr von CeKa
in Reiseberichte



Gute Besserung, ein Plan und eine Empfehlung



Ich bessere mich. Danke für Eure Wünsche, es geht prima bergauf mit der Gesundheit. Der Anfall ist vorüber und was bleibt, es eine Bewegungseinschränkung, die aber durchaus schon durch die Arthrose verursacht sein kann. Also werde ich im Urlaub ein wenig mehr laufen als sonst. Die Schmerzmittelgabe konnte ich schon reduzieren. Es war sozusagen ein Warnschuss, den ich sehr ernst nehme.

Gestern habe ich mir einen alten Traum erfüllt und mir meine erste Jacke aus Gore-Tex gekauft. Ich musste sehr lange dafür sparen und hoffe nun, dass wir viele Jahre zusammen bleiben können. Wieder ein Ziel erreicht, um auf diesen Beitrag zurück zu kommen.

Im jetzigen Urlaub werden wir wohl ein paar Tage weg sein und unser Kateraufpasser nistet sich hier ein und beschmust das arme Viech. Wir überlegen auch, im Herbst mal nach Thüringen zum Enkelkind zu fahren. So im Rahmen einer kleinen Tour über den Spreewald. Aber das muss erst noch erspart werden, weil die Fahrt mit dem Auto gefahren werden muss.

Dann möchte ich Euch noch ein Projekt empfehlen, dass noch vor den Ferien ein Autorenkollege aus dem Boden hochgezogen hat. "Die Literaten" sind ein lockerer Zusammenschluss von Autorinnen und Autoren, die gemeinsam einen besonderen Anspruch an sich und ihre Aktivitäten haben. Hier findet Ihr im Laufe der Zeit von interessanten Artikeln aus der Lese- und Schreibszene bis zu Geschichten allerlei Lesenswertes. Ich bin auch ab und an dabei, sollte aber nun nicht ausschließlich der Grund für einen Besuch sein.

Ansonsten ist das Wetter hier genauso wie sonst in Deutschland. Es regnet seit Tagen und durch die Treppe im Untergeschoss fließt wie jeden Sommer und bei starkem Regen das klare Grundwasser aus dem Berg in Richtung Abfluss. Was man nur mit Humor nehmen kann. Passieren kann da langfristig nichts, denn seit Jahren nimmt man solche Gelegenheiten zum Anlass, Reiniger aufzubringen und die Fliesen gründlich zu scheuern. Da wir allerdings in den Ferien dieses Mal ein volles Haus durch eine Stadtranderholung für Kinder haben, ziehen wir abwechselnd nur den Boden ab. Was mir persönlich viel Spaß bereitet. Kann man jetzt drüber denken wie man will. :)



Geschrieben am 10.07.2014 um 07.15 Uhr von CeKa
in Tagesblog



Das passt ja



Gestern haben wir diesen hübschen Tagesausflug gemacht. Wobei ich das Gefühl hatte, auf den morgendlichen vier Stunden Schiffsreise komplett zu "entschleunigen". Wobei ich mein Leben eigentlich nicht als "beschleunigt" empfinde. Nun ja, Schwamm drüber.

Jedenfalls merke ich gestern Abend nach dem Ausziehen meiner festen Schuhe, dass mir die Zehenballen des linken Fußes Weh tun. Alle Schmerzen verschwinden, bis auf ein sehr dumpfes Gefühl im großen Zeh. Bewegen von allein schmerzte und wenn ich mithilfe der Hand den großen Onkel bog, schmerzte es erst recht. "Oh nein", dachte ich und das war dann wohl auch das endgültige Startsignal für einen Gichtanfall.

In der Nacht bin ich trotz Schmerztabletten beinahe die Decke hoch marschiert. Nichts durfte den Zeh berühren und er selbst schmerzte fies wie ein reibender Knochenbruch, sogar ohne jegliche Bewegung. Nach den letzten 150 mg Diclofenac und später nochmals 100 mg Paracetamol bin ich für knappe zwei Stunden eingeschlafen. Am Morgen passten mir die Schuhe wieder, doch jetzt laufe ich, oder besser humpele ich, auf Socken durch die Wohnung.

Ich war beim Arzt und die Therapie bleibt gleich, wie auch schon vor fünf Jahren. Diclofenac und schön brav wechseln zwischen gehen und sitzen. Das betroffene Gelenk muss in Bewegung bleiben, damit die Harnsäurekristalle verschwinden können. Viel trinken und völliger Verzicht auf Alkohol und purinhaltige Nahrung. Wie leckeres Grillfleisch vom Schwein.

Passend zum Urlaub, übrigens. Morgen ist für gute drei Wochen mein letzter Arbeitstag. Ich hoffe, am Wochenende wieder laufen zu können. Und ich hoffe, ich bin stark genug für eine erneute Umstellung meiner Ess- und Trinkgewohnheiten. *seufz*



Geschrieben am 07.07.2014 um 20.12 Uhr von CeKa
in Männersache



Und wenn wir dann ...



... den ganzen Trubel um uns herum endlich abgearbeitet und losgelassen haben, werden wir uns ein paar Tage irgendwo anders entspannen. Als Relikt aus alten "Betriebsferienzeiten" mussten wir leider in den Sommerferien Urlaub nehmen. Und ich hätte genug zu tun für zwölf Wochen Urlaub.

Allerdings genießen wir in kleinen Häppchen einfach interessante Reiseziele. So am morgigen Sonntag einen Ausflug mit dem Schiff und der Seilbahn zum und auf den Drachenfels.

Bilder gibt es später, sobald ein wenig Zeit vorhanden ist. Und irgendwann in den nächsten Jahren fahren wir dann mal weit, weit weg für lange Zeit. Außerhalb der Saison, weil es nun geht. Ich brauche keine Rücksicht mehr auf irgendwelche zu betreuenden Kinder und Ferienregeln am Arbeitsplatz zu nehmen. Ganz im Gegenteil, ich darf die Ferienzeit für die Urlaube anderer Mitarbeiter "freigeben". :)



Geschrieben am 05.07.2014 um 12.16 Uhr von CeKa
in Tagesblog



Meilenstein



Entfristet!

Geschrieben am 01.07.2014 um 09.39 Uhr von CeKa
in Arbeitslos



Ziele braucht der Mensch



Früher dachte ich, es wäre doch erstrebenswert, die Gabe zu besitzen, sich in den Tag hinein treiben zu lassen. Einfach keine Gedanken über morgen, Geld, andere Menschen und das tägliche Allerlei machen. Dafür wünschte ich mir, mir nicht selbst im Wege zu stehen und deutlich einfacher im Geiste zu sein. Und hier liegt auch der Fehler, wer sich Gedanken machen kann, tut es auch. Nicht denken, geht einfach nicht, wenn man dazu in der Lage ist.

Ich gehörte (und gehöre sicher noch ein kleines bisschen dazu) zu den andauernden Sorgenträgern. Was wäre wenn das und das passiert, weil ich das und das mache? Was könnte der und die von mir denken, wenn ich das und dies sage oder tu? Und wenn dann dieses und jenes geschieht, was müsste ich unternehmen, um das Schlimmste, was dann sicher eintreten wird, abzuwenden? Gedankenschleifen ohne Ende und damit auch Handlungsunfähigkeit sind die Folgen. Und diese Lähmung in den Taten führt zu Ängsten, dem Gefühl der Wertlosigkeit und der Aussichtslosigkeit für die Zukunft.

Irgendwann, in einem dieser tiefen schwarzen Löcher vor elf, zwölf Jahren, erwischte mich die Erkenntnis, dass ich handeln müsse. Handeln, um aus dieser Todesspirale zu entfliehen. Ich schaltete den Rest meines Verstandes ein und begann zu planen. Ich entwickelte mir ein Ziel. Frei nach Walt Disney, der sagte "Was du träumen kannst, kannst du auch realisieren." Die Zeit spielte keine Rolle, es musste nur ein denkbares Ziel sein. Ich will nicht viel davon preisgeben, aber ich habe das damalige Ziel erreicht. Und inzwischen liegen auch viele weitere Ziele als erreicht hinter mir. Wie mache ich das?

Ich spüre inzwischen, wenn ich haltlos werde. Wenn ich merke, dass ich nur noch funktioniere, ohne wirklich etwas zu schaffen, das mich befriedigt. Dann brauche ich etwas fast Unmögliches. So wie meine jetzige Arbeit, zum Beispiel. Die war vor zwölf Jahren für mich unerreichbar und völlig fernab jeder Möglichkeit, sie jemals zu machen. Aber ich wollte so etwas arbeiten, was ich heute tagtäglich erledige. Ein ferner und kaum definierbarer Traum war das. Geboren aus der eigenen Not heraus, weil mir damals viele schlechte Beispiele sichtbar waren. Ich habe an diesem Gedanken, diesem Traum festgehalten. Wie an vielen anderen auch.

Es brauchte viele kleine Teilziele bis zum heutigen Beruf. Ich musste pädagogisch arbeitend eingesetzt werden, ich brauchte einen Eignungsnachweis, eine Zulassung auf dem Weg dorthin, berufliche Erfahrungen und ungeliebte Ausbildungen aus der Vergangenheit. Und ich brauchte meine schlechten Erfahrungen, um wirklich gut zu sein. Irgendwann war es soweit und ich habe das Ziel erreicht.

Dazwischen liegen in allen meinen Lebensbereichen weitere Ziele. Man denke nur an das schier unerträgliche Leiden in den vorigen Wohnungen. Innenstadt, Lärmbelästigung, Parkplatzsorgen und keine Chance für ein Frühstück oder Abendbier auf dem Balkon oder einer Terrasse. Wir träumten von einem Mehrgenerationenhaus im Alter, Stadtnähe und dennoch mit viel Ruhe und genug Möglichkeiten, sich nützlich zu machen, ohne verpflichtet zu sein. Dieser Traum ist heute Wahrheit. Mein Ziel ist erreicht, was vor einigen Jahren noch undenkbar fern und ohne jeden Ansatz zum "Wie" im leeren Raum schwebte.

Was passiert, wenn ein Ziel erreicht ist? Nun, ich bin durch meine Kindheit geprägt mit wenig Freude bei Erfolgen aufgewachsen. Es war mir nicht erlaubt, sichtbar stolz auf etwas zu sein und ich musste immer nach dem "noch mehr" streben. Ich konnte mich viele Jahrzehnte lang nicht freuen, wenn mir etwas Gutes geschah. Das ist schlimm, wenn mir andere Menschen etwas schenkten und ich Freude heucheln musste, weil ich nichts empfand. Heute ist das anders.

Meine gesteckten und erreichten Ziele geben mir Zufriedenheit und Selbstvertrauen. Ich glaube inzwischen, dass ich alles erreichen kann, was ich nur will. Die Frage ist nur, ob ich will. Und ich kann mich freuen, wenn ich Schönes, Gutes, Nützliches, Sinnvolles oder Bereicherndes erfahre. Die Freude ist echt und ich kann sie zeigen. Dafür brauchte es eben diese Zufriedenheit und ein schönes Maß an Gelassenheit.

Sicher ärgere mich noch heute sehr, wenn mir etwas Dummes geschieht. Oder andere Menschen mich verletzen. Andererseits weiß ich inzwischen, dass all diese zunächst negativen Erlebnisse später in Erfahrungen umgewandelt werden, die mir und anderen Menschen helfen können. Ich verwerte sie beruflich und setze sie damit in Hilfe um. Daher bin ich zwar den mich verletzenden Idioten keineswegs dankbar, doch es ist nicht mehr so schlimm, wenn ich weiß, dass sich alles irgendwie auflösen wird und danach nutzbringend weiter gegeben wird.

Ich habe das Ziel, Ruhe in mein Leben einkehren zu lassen. Die Kämpfe sollen weniger werden und aufhören. Irgendwann (und das ist ein wichtiger Punkt für mich, dieses "irgendwann") möchte ich nur noch unbelastet schaffen und geben können. Die Schritte zu diesen Ziel sind zum Teil schon getan. Es fehlt nicht mehr viel. Und was wird dann mit mir, wenn ich mein Ziel erreicht habe? Nun, ich glaube, die kleinen und für mich erstrebenswerten Dinge für ein prima Leben fernab des Reichtums werden mir nicht ausgehen.

Was ich erwähnen sollte: Seine Ziel kann ein Mensch nur für sich allein finden und bestimmen. Er mag sich im Findungsprozess durchaus Hilfe durch andere Menschen holen. Der Prozess des Festlegens auf Ziele ist jedoch eine sehr intime und gefühlsgesteuerte Angelegenheit. Ob man hinterher über seine Ziele spricht oder man lässt es, bleibt jedem selbst überlassen. Ich habe für mich festgestellt, dass ich erst für mich allein alles sacken lasse. Erst später spreche ich darüber und manchmal sogar erst dann, wenn ich ein Ziel erreicht habe. Mit anderen Menschen ein persönliches Ziel auszuarbeiten, ist meiner Meinung nach nicht gut. Es sind dann nicht die eigenen Wünsche und Träume, sondern beeinflusste und im schlimmsten Falle sogar fremde Ziele. Die bleiben dann unerreichbar, weil sie nicht aus sich selbst heraus kommen.

"Wenn du es träumen kannst, kannst du es auch verwirklichen." Also dann, auf in den nächsten Traum!

Geschrieben am 29.06.2014 um 14.35 Uhr von CeKa
in Reine Gefühlssache



Dies und das ...



Wir hatten gestern eine fette Schulabschlussfeier im Haus. Mit meterhohen Boxentürmen auf der Bühne und einer gewaltigen Lichteffektmaschinerie. Das war schon richtig klasse und hat sogar mir als Zuschauer Spaß gemacht. Lauter 16-jährige mit ihren Eltern und alle dank Wodka-Verbot bis zum Schluss in bester Feierlaune.

Wir sind heute ein wenig übermüdet, waren gerade griechisch Essen und genießen die fussballlose Ruhe hier oben über der Stadt. Unten toben sich die Spinner aus und wir gehen gleich mal schlafen.

Ansonsten wird es demnächst wieder ein Buch auf dem Markt geben, in dem eine meiner neuen (im Moment DIE Allerneueste) Geschichten enthalten ist. Unter dem Titel "Die Löffel-Liste" beschreiben 13 Autorinnen und Autoren in ihren Kurzgeschichten, welcher Wunsch für sie auf die Liste der Dinge gehört, die man unternehmen sollte, bevor man den Löffel abgibt. Demnächst also im Buchhandel und wahrscheinlich auch bei mir in Einzelexemplaren.

Wo wir gerade dabei sind, das Buch "Best of Wort-Café 2012" ist endlich heraus gekommen und darin befinden sich acht meiner Kurzgeschichten als jeweilige Siegertitel bei Wettbewerben um die Gunst der Zuschauer. Das Buch soll es im Handel geben, in jedem Falle aber mit wenigen Exemplaren für 12,90 Euro plus Versand bei mir. Geschwister von mir bekommen es demnächst automatisch, sobald ich hier mal einen Briefumschlagladen betreten habe.

So, was noch? Kater geht es gut, Auto läuft noch immer, am Arbeitsplatz steht eine Entscheidung bevor und ich habe seltsamerweise absolut durchschnittliche und gesunde Blutwerte. Die jahrzehntelang vorhandenen Rheumawerte sind nicht mehr vorhanden. Ich kann eigentlich gar nicht fassen, dass ich alles geheilt haben soll. Sogar meine Cholesterinwerte sind vorbildlich. Bloß weiterhin zu dick bin ich. Meine Gelenke hat immer noch der Verschleiß fest im griff und das macht Schmerzen. Aber die Blutwerte sind prima. Verstehe einer die Welt.

Gemütstechnisch bin ich derzeit ein wenig gestresst und überfordert. Was aber auch heißt, dass ich urlaubsreif bin. In drei Wochen bleibe ich erst einmal meinen Resturlaub weg von der Arbeit. Meist langweile ich mich in der dritten Urlaubswoche so sehr, dass ich danach wieder gern arbeite.

Und was den Außenbereich unseres Mitwohnhauses angeht, so freuen wir uns täglich neu über blühende Blümchen, ärgern uns über die diesjährige Nacktschneckenplage (der wir leider nur noch mit Blaukorn begegnen können) und genießen die ruhigen Stunden mit Eichhörnchen, Fledermäusen, Glühwürmchen, Vögeln aller Art und der einen oder anderen fremden Katze. Es sit hübsch hier. Und sehr ruhig, wenn mal nicht Musik gemacht wird. Und auch das ist eher erfreulich als belastend.

Geschrieben am 21.06.2014 um 19.29 Uhr von CeKa
in Tagesblog



Fußball



Fußball zeigt mir auf, wie einfach es ist, die Masse Mensch dahingehend zu beeinflussen, Gewalt, Alkoholexzesse, Vandalismus, Betrug und Verbrechen an der Menschheit als unumgänglich um des Spaßes Willen zu akzeptieren. "Brot und Spiele" ist noch immer aktuell und von unseren, ach so strenggläubigen, Regierenden auch noch gefördert.

Geschrieben am 15.06.2014 um 10.57 Uhr von CeKa
in Reine Gefühlssache



Dann haste aber Sprit verbraucht ohne Ende



So sprach heute jemand zu mir, als ich davon erzählte, wie unser Malerfreund und ich Pfingstmontag über die Autobahn gefegt sind. Und das kam nämlich so:

Meine große kleine Schwester ist mal wieder umgezogen. Was jetzt für uns nichts Ungewöhnliches ist, weil das öfter mal passiert. Öfter mal auch aus heiterem Himmel. Inzwischen verdrehen wir nicht einmal mehr die Augen, denn schließlich kann jeder Mensch selbst bestimmen, wie und wo er wohnen will. Jedenfalls ereilte mich der Hilferuf nach kompetenter Renovierungshilfe der alten Wohnung.

Da haben wir zwei Kerle uns kurzerhand verabredet, Schatz und ich haben das Material im Baumarkt des Vertrauens eingekauft und am Montag (dem Feiertag) sind wir bei morgendlicher Hitze von Wuppertal nach Hannover gefahren. Eine langweilig gähnend leere Autobahn erwartete uns. Die Klimaanlage auf 19 Grad eingestellt, meine Wohlfühltemperatur beim Autofahren, und mit schnurrenden 180 km/h fuhr es sich fast wie von allein. Die 180 natürlich nur, wo es erlaubt war.

Drei Stunden abgeklebt, gemalert, Farbspritzer entfernt und dann noch lecker im weltbesten Schweinske in Hannover ein Jäger-Schnitzel verspeist. Um 18.15 Uhr waren wir wieder daheim. Draußen 32 Grad im Schatten und die Luft so schwül, dass der gewischte Fußboden der alten Schwesterwohnung nach dem Wischen einfach nicht trocknen wollte. Durchzug half dann. Aber darauf wollte ich nicht hinaus.

Der Rückweg dauerte länger, weil es zwei, drei Staus gab und ich war himmlisch dankbar für die 19 Grad im Auto. Kühle und trockene Luft, uns ging es gut. Jedenfalls meinte nun bei der Erzählung dessen, wie ich gut gekühlt und schnell durch die Lande gefahren bin, dass ich da wohl eine Unmenge an Sprit durch den Auspuff gejagt hätte. Nö, 7,03 Liter waren es auf 100 Kilometer. Diesel, wohlgemerkt. Feines Auto!

Ich liebe diese Klimaanlagen, das gebe ich gern zu. Ich mag klimatisierte Busse, Kaufhäuser und überhaupt alles, was bei Hitze über 20 Grad kalte Luft in sich trägt. Und nein, ich war noch nie erkältet wegen einer Klimaanlage. Ich kann das gut vertragen, ich bin ein Winterkind. Und nein, ich kriege keinen Schlag, wenn ich aus meinen trockenen 19 Grad aussteige und in 32 Grad schwüler Luft lande. Ich finde es nur ätzend und würde mich liebend gern wieder ins Auto setzen. Wenn es nicht so unökologisch wäre, würde ich mich gern ab und an bei laufendem Motor einfach so ins Auto setzen, um mich zu erholen. Dann verbraucht der Wagen aber pro Stunde einen halben Liter Diesel. Hhm, wenn ich recht überlege ...



Geschrieben am 11.06.2014 um 21.36 Uhr von CeKa
in Tagesblog



Da schnarcht er wieder ...



... der fliegende Götterbote, der in Deutschland Pakete zustellt. Oder soll ich sagen "zustellen sollte"?

Ich meine, ich besitze die goldene Selbstabholerkarte von Deutschlands gewaltigem Logistikpartner der Post. Was auch, zugegeben, nicht immer Gold ist. Aber im Grunde funktioniert es gut und ohne viel Gezicke. Darum verzichte ich auch auf Bestellungen, wenn dort steht, dass man nicht mit dem gelbroten LKW anliefert. Einfach weil ich verbindlich weiß, dass etwas mit dem Götterboten schief läuft. Sozusagen alles, was nur schief laufen kann.

Leider wurden wir jetzt bei der Auslieferung unseres wunderbaren Sonnenschirms für den Außenbereich ziemlich gelinkt. Heute kam das avisierte Paket per Paketboten in gelb an. Angekündigt und rechtzeitig. So weit, so gut. Das waren aber nur der Schirmständer und die Schutzhülle. Der angekündigte Schirm fehlte und fehlt bis jetzt noch.

Also schaue ich flugs in meine Bestellhistorie und finde zu meiner Verwunderung den Eintrag, dass der Schirm selbst mit dem schnarchenden Götterboten und seinen (man verzeihe mir den Sarkasmus) humpelnden Unterbezahlten heute geliefert werden würde.

Nun bin ich ja nicht blöd und schaue unter der angegebenen Sendungsnummer auf der Internetseite der blauen Götterbotenschaft nach und finde den Eintrag, dass gestern (es war Sonntag!!!) ein vergeblichen Zustellversuch unternommen wurde. Gestern waren wir den ganzen Tag daheim und hatten den unwahrscheinlich schönen Ausblick auf die leere Straße vor unserer Burg. Heute hingegen würde man ebenfalls einen ersten Zustellversuch unternommen haben, der ebenfalls vergeblich war. Ich bin nicht doof in Mathe, aber für mich kommt nach eins und eins eine zwei. Abgesehen davon vermisse ich den Hinweis auf die vergebliche Zustellung im Briefkasten.

Nun, morgen wird vermutlich der göttliche Zusteller auf seinen Flügelschuhen den steilen Berg hinauf gehumpelt kommen, wieder einmal (wie auch beim letzten Mal) die Abkürzung durch unsere Blumenbeete nehmen und dann ganz sicher nicht den Klingelknopf finden. Wir haben schon öfter Fälle von Klingellegasthenie bei Zustellern feststellen müssen. Stammleser kennen das Problem bei uns. Jedenfalls werde ich dann morgen Abend wohl die 24 Cent pro Minute für einen Anruf bei der götterbotlichen Weckeinrichtung ausgeben und mich schwer zurückhalten müssen. Um diesen Typen nicht auf dem Boden der Tatsachen aufschlagen zu lassen.

Abgesehen davon werde ich mal überlegen, wie ich künftig Versender davon abhalten kann, mir anders als gelb-rot Waren zu schicken. Vermutlich müsste ich sie dann aus irgendwo in Deutschland abholen. Wobei ich dann vermutlich noch immer schneller bin als der erfolgreiche Versand mit dem schnarchenden Götterboten.

P.S.: Wer jetzt die Ahnung in sich fühlt, dass ich schon einmal solch ein Thema hatte, der irrt sich nicht. HIER isset und HIER noch etwas früher schon, aber nicht so dramatisch.



Geschrieben am 02.06.2014 um 20.44 Uhr von CeKa
in St. Bürokratius



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