Der kleinste Posten



Mein Auto ist aus der Werkstatt zurück. Plötzlich versagte die Handbremse und ich konnte sie gefühlt bis zum Dach hinauf ziehen. Beim Aussteigen roch ich hinten am Kofferraum etwas Brenzliges und Nachfühlen ergab ein heißes Rad hinten rechts. Also war einer der sehr seltenen Werkstattbesuche für mein Auto fällig.

Nun gut, 357,02 € knallen ganz schön in´s Kontor und ein neuer Bremssattel tröstet wenig darüber hinweg. Allerdings bin ich doch sehr zufrieden mit dem bald 10 Jahre alten Skoda Octavia Combi. Der brave 1,9 TDI hat inzwischen 124.000 Kilometer auf dem Tacho und seit seinem ersten Tag bei mir nahezu keine Reparaturen nötig gehabt.

Dank meiner Aufzeichnungen über alles, was mit dem Auto an Kosten anfällt, kann ich die nunmehr zwei Jahre Zusammensein wie folgt aufschlüsseln:

1. Reparaturkosten = 613,28 €
2. Versicherung = 943,39 €
3. Wagenpflege = 167,13 €
4. Steuer = 879,00 €
5. Reifen = 641,17 €
6. Zubehör = 135,93 €
7. Wartung = 34,20 €
8. Öl = 135,20 €
9. TÜV = 97,50 €
10. Eigene Ersatzteile = 58,04 €
11. Gebühren Zulassung usw. = 159,70 €
12. Bußgeld = 20,00 €
13. Tanken = 3.960,77 €

Die Gesamtsumme der Kosten für das Auto, abgesehen vom Anschaffungspreis, betragen im Moment 7.845,31 €. Bei der bisher gefahrenen Kilometerzahl von 44.014 ergeben sich pro Kilometer Kosten in Höhe von 0,18 €. Die Reparaturkosten machen an den Gesamtkosten einen Anteil von 7,8 Prozent aus. Knapp über die Hälfte aller Kosten ergeben sich aus der Betankung.

Der Durchschnittsverbrauch meines Autos liegt, durch nunmehr einem Jahr überwiegendem Stadtverkehr veranlasst, bei 6,4 l / 100 km. Der Dieselpreis ist übrigens seit Juli 2012 mit 1,519 € / Liter auf inzwischen durchgehend nette Preise um die 1,309 € / Liter gesunken. 20 Cent pro Liter machen bei meinem 50 Liter-Tank dann immerhin 10,00 € aus. Wobei ich nicht wegen zwei Cent pro Liter bis sonstwo hin fahre, um bei einer Betankung von 36 Litern 72 Cent zu sparen.

Kurzum, ich bin trotz der heutigen Rechnung sehr zufrieden mit dem Wagen. Er wird im Oktober 10 Jahre alt und das Modell wird mit der jetzigen Kilometerleistung witzigerweise in den Autoverkaufsplattformen im Internet noch immer zum gleichen Preis angeboten, wie ich damals bezahlt habe. Im Grunde sollte ich ihn jetzt verkaufen, etwas drauflegen und ein neueres Modell erwerben. Aber wozu? Ich bin es ja so zufrieden.


Geschrieben am 23.09.2014 um 18.04 Uhr von CeKa
in Technisches



Und wenn du denkst, du hast das Glück ...



... zieht die Sau den ....

Lassen wir das, diesen umgewandelten Spruch von Bauern aus einer bevölkerungsarmen Gegen in Deutschland, der eigentlich anders von Wilhelm Busch stammt. Es ist ja auch nichts Wildes geschehen. Allerdings, wie das Leben so ist, passiert es manchmal anders als man denkt.

Wir wohnen in einer idyllischen Sackgasse. Wie ein Verkehrszeichen ankündigt, ohne Wendemöglichkeit. Jedenfalls theoretisch. Praktisch kann man wenden, wenn man es kann und wenn man die richtige Stelle kennt. Paketboten können es nicht immer, für Speditions-LKW halten wir den halbwegs großen Parkplatz des Hauses für ein Wendemanöver frei.

Was aber den Schrotthändler mit dem sehr osteuropäischen Kennzeichen alles nicht hindert, jeden Samstag bis zur Kleingartenkolonie durch zu fahren, um dort unter vielen Mühen mit seinem Schrott-LKW (welch ein Wortspiel) und unter lautem Auspuffgetöse zu wenden. Die Spieluhrmelodie läuft dabei durchgehend und gleichzeitig durchgehend nervig.

Jedenfalls fährt er jeden Samstag hier entlang, wendet und fährt ohne Zuladung aus unserer kleinen Straße wieder hinaus. Und so dachte ich mir heute, dem armen Mann kann doch mal geholfen werden. Flugs stellte ich all den schönen Schrott in einem wunderbaren Haufen an die kleine Straße. Unter großen Mühen sammelte ich hinterm und im Haus alles zusammen, was Metall und Schrott ist und weg kann. Mittags musste ich Schatz von der Arbeit holen.

In Anbetracht der vermuteten Ehrlichkeit des Schrottsammlers wollte ich den Haufen nicht einfach so stumm stehen lassen und schrub ein Schild mit der Aufschrift "Für den Schrotthändler". Was soll ich sagen? Der Typ hat mich heute ignoriert. Das ganze Viertel hat er ignoriert. Er kam einfach nicht. Fuhr nicht in die Straße, wendete nicht und vor allen Dingen nahm er meinen Schrotthaufen nicht mit. Ich habe diesen Berg aus allen zusammen gesammelten Schrottteilen des ganzen verdammten 5000 m² großen Grundstücks wieder in das Haus geschleppt. Es war ein großer Haufen. Und ich schwitze jetzt wie ein Schwein. Und ich überlege mir eine Rache, wenn der Schrotthändlermann mit seiner Schritthändlerbeifahrerin und seinem Schrott-LKW (was für ein geniales Wortspiel, weil der LKW aussieht, als gehöre er auf den Schrott) wieder spieluhrmusikmachend in die Straße fährt.

Vielleicht gebe ich ihm ein einziges Teil dieses Haufens und zeige ihm den Rest nur. "Kommst du wieder, kriegst du mehr!", werde ich ihm versprechen. Und wenn er nächsten Samstag hier erscheint, bin ich nicht da. Dann ärgert er sich.

Geschrieben am 20.09.2014 um 19.31 Uhr von CeKa
in Übernächtliches



Alle Jahre wieder



Auch in diesem Jahr werde ich wieder einen "Akustischen Weihnachtskalender" anbieten. Inzwischen im dritten Jahr, beteiligen sich wieder eine Menge kreativer Menschen mit ihren eigenen Geschichten und Gedichten an diesem Kalender.

Die beiden vorigen Kalender lassen sich zum größten Teil noch HIER anhören. Wer Lust hat, bei diesem Besuchermagneten mitzumachen, sollte die detaillierten Informationen im Oktober abwarten. Oder vorher schon mit dem Schreiben und Einsprechen beginnen.

Es macht auf jeden Fall Spaß, den Kalender nur zu hören oder auch mit dabei zu sein.

Geschrieben am 14.09.2014 um 09.38 Uhr von CeKa
in Adventskalender 2014



Der Blick fürs Wesentliche



Ich trage eine Brille. Eigentlich trage ich sie schon seit dem Kindergarten, wenn es damals schon jemand entdeckt hätte, dass ich schlecht sehen kann. Erst in der Schule fiel es auf und dann habe ich sie wegen dieser schrecklichen Hornbrillengestelle lange verweigert. Die Brillen, wie sie heute modern sind, finde ich noch immer entsetzlich und meiner Meinung nach verunstalten sie Gesichter nach wie vor. Jedenfalls trage ich seit Beginn meiner Ausbildung 1976 meine Brillen dauerhaft. Morgens, unmittelbar nachdem die Beine aus dem Bett sind, ziehe ich die Brille an und setze sie nur für das Wasser im Bad kurz ab. Sie bleibt auf der Nase bis ich ins Bett gehe.

Seitdem ich alt bin, trage ich eine Gleitsichtbrille. Ich kam sofort damit klar und brauche kein Gedöns wie Gewöhnung und breites Sichtfeld für 300 Euro Aufpreis. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich meine Sehstärke offenbar jährlich verändert. Der Unterschied in der Änderung der Sehstärke macht sich in immer weniger werdender Kurzsichtigkeit und dafür im Nahbereich steigender Weitsichtigkeit bemerkbar. Das ist anhand der Zahlen deutlich sichtbar geworden.

Vor drei Jahren lagen die Werte so:

Rechts:
Fern -2,25
Nah -1,25

Links:
Fern -3,00
Nah -1,00


Heute habe ich es endlich geschafft, den Optiker meines jahrzehntelangen Vertrauens aufzusuchen und damit stehen die Werte für jetzt fest:

Rechts:
Fern -1,25
Nah -1,75

Links:
Fern -2,75
Nah -0,75

Das rechte Auge verändert sich nun schneller als das linke. Allerdings liegt keine Schädigung vor, beide Augen sind in ansonsten hervorragenden Zustand. Das freut mich, kostet aber nun wieder Geld und vermutlich auch im kommenden Jahr wieder.

Da sich die Krankenkassen schon lange aus der Zuzahlung für Brillen verabschiedet haben, zahle ich (einem Rabatt sei Dank) 143,50 € für beide Gläser zuzüglich Gestell. Die Rechnung kann ich meiner Zusatzkrankenversicherung einreichen und bekomme einen guten Teil zurück. Dennoch werde ich das nächste Mal wegen eines erhöhten Rabatts keine drei Jahre warten, sondern binnen eines Zweijahreszeitraums wieder beim Optiker erscheinen.

Und nun wird die unweigerlich bei allen weiblichen Lesern auftauchende Frage nach dem Gestell beantwortet. Nein, ich mache keine Experimente. Keine Brille, die "das Gesicht betont", "die Augenbrauen unterstreicht" oder "das Gesicht schmaler macht". Ich habe fast das gleiche Gestellt ausgesucht wie jetzt. Gut, ein wenig anders ist es schon, etwas moderner, doch nach wie vor unauffällig. Ich selbst bin ja auffällig genug.

Und kann wieder mit 125 Prozent Sehkraft in die Welt schauen. Wie das gehen soll, kann ich nur vermuten. Aber meine Oma sagte ja schon immer, ich hätte "das zweite Gesicht". Vielleicht schaut das mit 25 Prozent in der Gegend herum. Das kommt mir häufig auch so vor. ;-)

Geschrieben am 12.09.2014 um 22.45 Uhr von CeKa
in Männersache



Ganz heimlich, still und leise ...



... und völlig entgegen aller bisherigen Geburtstage, hat der Tages(b)log seinen 10. Geburtstag begangen. Am 01.09.2004 habe ich mit dem Bloggen begonnen. 10 Jahre öffentliches Tagebuch und damit auch 10 Jahre in 9071 Beiträgen mit 16.194 Kommentare dazu.

Mit 10 Jahren Bloggen gehört man zu den Institutionen der deutschen Blogszene, aber ich gehöre irgendwie noch immer nicht zu den "Großen". Doch wozu auch? Inzwischen bin ich so abgeklärt und habe meine eigenen Prioritäten dahin verlagert, mich nicht mehr so wichtig zu nehmen.

Seit geraumer Zeit schreibe ich nicht mehr jeden Tag. Das war für mich eine gute Entscheidung. Ich will den Spaß an diesem Tagebuch nicht verlieren. Aufgeben ist (noch) keine Option.

Es hat sich in den vergangenen 10 Jahren viel verändert. Der Schreibstil, die Inhalte, mein ganzes Leben. Es ist viel geschehen und noch mehr hat keinen Weg in den Blog gefunden. Weil es dann doch zu intim wurde. Manches hat dafür seine Verarbeitung in meinen Kurzgeschichten gefunden. Denn die haben hier im Blog ihren Ursprung, ihre Wurzeln. Auch ich gehöre damit zu den Bloggern, die aus ihren Beiträgen ein Buch gemacht haben. Doch irgendwie anders als die anderen und das ist auch in Ordnung, wie es ist.

10 Jahre Tages(b)log ist im Internet eine verdammt lange Zeit. Ein wenig stolz bin ich schon darauf, so lange durchgehalten zu haben.

Geschrieben am 05.09.2014 um 05.33 Uhr von CeKa
in Tagesblog



Ich überlege gerade mal ...



... warum ich so kaputt bin und was ich eigentlich heute, an einem Zwischenurlaubstag, so gemacht habe, dass ich es bin.

Mal der Reihe nach:
- Schatz zur Arbeit gefahren
- Auf dem Rückweg ...
... Getränke im Getränkemarkt eingekauft
... im Baumarkt zwei Kabel und einen Kabelschacht eingekauft
... tapfer morgens um 10 Uhr zur besten Bratwurstzeit an der Bratwurstbude vor dem Baumarkt vorbei gegangen
... im Möbelmarkt ein Wandregal eingekauft
... getankt
... Auto waschen lassen
- Wieder daheim Getränke aus dem Wagen in den Keller geräumt
- Kabel montiert
- Kabelschacht zugeschnitten und angebracht
- Wandregal zusammen gebaut
- Gartentisch zusammen gebaut
- zwei Bilder aufgehängt
- Regalbrett demontiert
- Aufkleber hergestellt
- Aufkleber im Haus verteilt
- Essen (Süppchen) gekocht und gegessen
- Altpapier vom Regal und Tisch entsorgt
- Tische und Stühle im Saal unter uns für heute Abend zurecht gerückt
- Wandabschlüsse vom Abstellschrank ausgemessen
- Wandabschlüsse vom Abstellschrank zugeschnitten
- Solarleuchten zusammen gebaut und aufgestellt
- Mails beantwortet
- Mit unserem guten Hausgeist ein paar Minuten getratscht.

Jetzt fahre ich noch Schatz wieder von der Arbeit abholen und dann sind achteinhalb Stunden einfach so um. Morgen montiere ich dann die Abstandshalter und sehe zu, dass die Bude hier wieder ins Reine kommt. Wobei ich sagen muss, dass die meisten der obigen Arbeiten nur deshalb angefallen sind, weil wir endlich unser Möbelsammelsurium verabschieden und die zusammengewürfelte Wohnung endlich ein gemeinsames Gesicht bekommt.

In den kommenden Wochen erwarten wir noch einen Schreibtisch, damit die Küchentische endlich abgegeben werden können. Und es sollten noch ein Esstisch und Stühle kommen, damit auch der Wackeltisch mit den Wackelstühlen endlich Vergangenheit wird. Die meisten meiner Möbel waren noch aus Vor-Hartz IV-Zeiten und darin und sind so derbe verschlissen, dass sie kaum noch nutzbar sind. Das einzig gute Stück aus meiner ersten Wohnung, das alle Umzüge und schlechte Zeiten überlebt hatte, ist in gute und würdige Hände gekommen. Der Rest ist inzwischen verschenkt, verkauft und im Sperrmüll gelandet. Bis auf die letzten Stücke, die nun absehbar auch ein Ende finden.

Danach wird es, so Schatzens Äußerung, bis zur Rente keine neuen Möbel mehr geben. Nun, die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch, dass das zur Wahrheit wird. Wir schonen selbst den kleinsten Knopf einer Tür und bei uns geht fast nie etwas kaputt. Außer wir selbst, wenn ich jetzt mal meinen momentanen Erschöpfungszustand betrachte. Aber das geht vorüber. Ich bin ja schon groß und kann früh schlafen gehen.


Geschrieben am 29.08.2014 um 16.49 Uhr von CeKa
in Tagesblog



Wir testen einen Roboter



Ganz und gar freiwillig und ohne Produktwerbung testen wir gerade einen Putzroboter. So ein kleines rotes Ding, das mit Akkuleistung und einem trockenen Tuch unter dem UFO-Körper durch die Wohnung rotiert. Um sauber zu machen. Vorweg, macht er auch, der Kleine. Und zwar mit seinem ganz eigenen Starrsinnn.

Der Kater mag ihn. Schalten wir den Roboter ein und lassen ihn laufen, hat einen felligen Kumpel, der dann gleich Haare dort lässt, wo der Arbeiter mal hingehen soll. Sehr praktisch veranlagt sind die Beiden. Der rotierende Wischmop fährt immer so weit, bis er irgendwo gegen stößt. Dann ändert er nach Zufallsmuster seine Richtung. Und er kann Ecken putzen. Was ich laut Schatzens Aussage nicht kann. Höre ich öfter über Männer, muss wohl ein genetisches Problem sein. Somit ist klar, der Roboter ist die Roboterin. Weil sie Ecken fegen kann.

Und sie ist leise. Jedenfalls leiser als der große Bruder für 159,00 Euro. Und, typisch Weibchen, sie liebt einige besondere Ecken sehr. Wobei ich sehr praktisch finde, dass es genau die Ecken sind, an die wir so selten heran kommen. Unter den Schreibtischen fegt sie sich warm und dann geht es für gute 15 Minuten unter den kleinen Seitenschrank. Ab und an schaut sie heraus und lässt sich kurz blicken, um sofort wieder unter dem Schrank zu verschwinden. Emsig sucht sie jedes Stäubchen und der Kater immer hinterher.

Hat sie sich mal verlaufen und pendelt orientierungs- und ausweglos in einer Sackgasse herum, macht mich der Katz gleich aufmerksam und ich eile zur Rettung. Für 34,95 Euro haben wir hier eine Menge Spaß. Und einen Blogbeitrag. Marke und Bezugsquelle? Baumarkt, rote Farbe, bekannte Wischerzubehörmarke. Ihr findet die kleinen Lieblinge schon.

Wir lassen sie übrigens noch nicht allein laufen, wenn wir weggehen. Wer weiß, vielleicht fegt sie nicht nur Staubflusen. Roboter sollen ja manchmal ein Eigenleben entwickeln ...

Geschrieben am 21.08.2014 um 19.44 Uhr von CeKa
in Technisches



Nachwehen der Insolvenz



Vor längerer Zeit habe ich erfolgreich meine Privatinsolvenz abgeschlossen. Ich bin schuldenfrei und will es auch bis in alle Ewigkeit bleiben. In regelmäßigen Abständen musste ich bisher dem Amtsgericht berichten, weil sich meine finanzielle Lage entwickelt, damit die damals angefallenen Gebühren für das Verfahren weiter gestundet werden. Das habe ich auch so lange immer brav beantwortet, wie ich befristet beschäftigt war.

Jetzt habe ich mich entschlossen, diesem Aufschub ein Ende zu bereiten. Nachdem ich in den letzten Monaten die Gerichtskosten aus den früheren Unterhaltsprozessen beglichen habe (auch immer gestundet, wie das so vom Gesetz vorgesehen ist), müssen es nun für mich auch die knapp 2.100 Euro Kosten der Insolvenz sein. Ich will das vom Tisch haben.

Das werden jetzt einige harte Monate, in denen es keine Sprünge gibt und nichts kaputt gehen darf. Aber das kenne ich ja schon aus früheren Zeiten. Ich will allen Ballast aus alten Zeiten loswerden und mich nie wieder mit solchen Dingen beschäftigen müssen, wie Fragebögen über meine finanziellen Verhältnisse, Nachweis von Mietvertrag, Gehaltsabrechnungen usw.

Wenn ich das hinter mir habe, ist ein weiteres Ziel für mein Leben erreicht. Ich habe nirgendwo mehr Schulden und Gebührenrückstände. Sicher hätte ich noch einmal einen Antrag auf Stundung stellen können und damit weiteren Aufschub bekommen. Aber wozu? Ich will dem ganzen Verfahren und allem was damit zu tun hat, ein Ende bereiten.

Ich führe übrigens auch weiterhin nur noch ein Guthabenkonto. Auch wenn mir bei der Umstellung auf ein ganz normales Konto der Mitarbeiter der Bank natürlich einen Dispositionsrahmen einräumen wollte. Nein, genau damit begann einmal alles Elend. Ich will und muss von dem leben, was ich habe. Und wenn mal nichts mehr da ist, dann ist es eben so. Verhungern werde ich nicht.

Geschrieben am 18.08.2014 um 06.01 Uhr von CeKa
in Tagesblog



Schreibst du?



Gestern, am Rande einer Lesung im Haus unter mir, kam ich mit einigen Künstlern ins Gespräch, als wir im großen Saal des Hauses standen und die rund 400 m² aktuell gerade gähnende Leere mit Bühne bestaunten. Wir baldowerten so aus, mal eine Messe für unbekannte Künstler zu veranstalten. Schreibende und malende, bildhauerisch und schweißend Tätige könnten auf einer solchen Messe einfach mal für ein paar Tage präsentieren, was mensch so abseits des angeblich Professionellen erzeugen kann. Um das Publikum zu begeistern und vor allen Dingen darauf aufmerksam zu machen, dass in den Buchläden und Galerien nicht wirklich das steht, was mann und frau sehen will.

"Lasst uns mal so etwas planen!" war der Gedanke geboren und nun ist natürlich meine Frage mal so grundsätzlich an die Leser hier: "Schreibst, malst, bildhauerst oder künstlerst du? Und würdest du an einem solchen Projekt teilnehmen?"

Die Rahmenbedingungen sind recht einfach. Das Haus gibt den Raum kostenlos her und möchte nur am Umsatz oder am Eintrittspreis beteiligt werden. Ansonsten bleibt der Erlös der Verkäufe bei den Künstlern. Wäre so etwas interessant für euch?

Geschrieben am 10.08.2014 um 21.21 Uhr von CeKa
in Kreatives



Die Löffel-Liste



Ganz neu auf dem Markt ist eine kleine Anthologie mit dreizehn Autoren, die sich über das Thema "Löffel-Liste" Gedanken gemacht haben. Der Begriff "Löffel-Liste" wurde mit dem Film "Das Beste kommt zum Schluß" mit Jack Nicholson und Morgan Freeman bekannt. Es ist eine Liste der Dinge, die man erledigen möchte, bevor man "den Löffel abgibt".

Ich wurde gefragt, ob ich mit dabei sein möchte, mich hat das Thema interessiert und so geschah es dann, dass auch eine niegelnagelneue und bis heute ungelesene Geschichte von mir dabei ist.

Das Taschenbuch hat 156 Seiten und ist unter der ISBN 9783735756619 bei Books on Demand erschienen und im Handel für 9,90 € kauf- und bestellbar. Natürlich auch bei Amazon versandkostenfrei HIER oder mit Klick auf das kleine Bildchen, das nun folgt.




Die eBook-Ausgabe für den Kindle und (nach Konvertierung) andere Geräte gibt es diese Woche im Sonderangebot statt für 2,99 € für nur 0,99 €, ebenfalls nach Klick auf das folgende Bildchen.




Das Thema wurde sehr vielfältig umgesetzt und wer meine Geschichten kennt, wird vielleicht ein wenig von der Geschichte im Buch überrannt werden. Doch ich wäre nicht ich, würde ich nicht doch einen kleinen Effekt am Ende eingebaut haben. ;-)

Meine Geschwister und Freunde erhalten das Buch in der gedruckten Version von mir zugesandt bzw. übergeben.

Ach so, und weil es immer noch manchmal ein Thema sein kann. An diesem Buch verdiene ich nichts. Die Marge pro Buch ist unterirdisch, die Werbung wird von der Herausgeberin vom Erlös und Sponsoren finanziert und wenn dann tatsächlich ein errechenbarer Betrag übrig bleibt, wird dieser durch 13 geteilt. Warum ich trotzdem so einen unlukrativen Unsinn mitmache? Weil es schon recht hübsch ist, irgendwo sein Geistesprodukt veröffentlicht zu wissen. Macht einfach Spaß und ab und an zeigt sich jemand als Leser/in und man kommt ins Gespräch. Das macht einfach Spaß und als solchen sehe ich es auch nur.

Also dann, 13 Geschichten zum Thema "Letzte Wünsche".


Geschrieben am 31.07.2014 um 19.34 Uhr von CeKa
in Bücherproben



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