Die Urlaubsfrage

Wenn man, so wie wir in der Blüte unseres Lebens stehend, viel arbeitet und sich zudem auch noch ehrenamtlich einsetzt, dann ist es mit Urlaub schwierig. Häufig mussten wir nach einem verlängerten Wochenende feststellen, dass wir doch wieder daheim irgendetwas gearbeitet haben. Zum besseren Verständnis sei gesagt, dass die Liebste und ich dort wohnen, wo wir gleichzeitig auch unser Ehrenamt ausüben. Da verschwimmen schon mal Grenzen und Zeiten.

Jedenfalls haben wir bemerkt, dass wir uns viel zu wenig von der hauptberuflichen Arbeit und den Arbeiten nebenher lösen. Zudem mussten wir bei auswärtigen Übernachtungen doch zum Teil leider die eine oder andere Enttäuschung in gebuchten Hotels erfahren. Zum Teil habe ich viel Geld für Unterkünfte bezahlt, die eine merkwürdige Auffassung von Komfort zeigten.

Das alles hat uns dazu bewogen, über den Erwerb eines Wohnwagens nachzudenken. Nahezu autark zu sein, das eigene Bett dabei zu haben und im schlimmsten Falle einfach auf einem Parkplatz übernachten zu können. Das wären die Vorteile. Zudem würden wir uns beim täglichen Anblick des mobilen Heims auch schon unter Druck gesetzt fühlen, es nicht nur neben dem Haus stehen zu haben.

Und so schauten wir, sortierten und überlegten, welcher Typ Wohnwagennutzer wir sind. Man muss sich beim Kauf eines Wohnwagens schon über viele Einzelheiten im Klaren sein. Ganz besonders tauchten bei uns nach und nach die folgenden Fragen und Gedanken auf.

1. Wie schwer darf der Wohnwagen sein? Ein Blick in den Fahrzeugschein des Zugfahrzeugs legt schon die erste Messlatte an.
2. Wo stellen wir den Wohnwagen hin? Bei uns steht er auf dem hauseigenen Parkplatz hinter dem Haus. Das zog Folgekosten für eine Winterabdeckung mit sich.
3. Soll der Wohnwagen mobil bleiben oder an einem festen Standplatz das ganze Jahr über stehen?
4. Brauchen wir ein Bad mit Toilette, Waschbecken und/oder Dusche?
5. Wie viele Betten werden benötigt?
6. Bauen wir gern jeden Morgen das Bett zur Sitzecke um oder möchten wir Bett(en) plus Sitzecke haben?
7. Einzelbetten oder Doppelbetten? Bei Doppelbetten ist einer der Nutzer nahezu immer gezwungen, bei Bedarf über den anderen hinweg zu steigen.
8. Mover oder Handbetrieb? Ein Mover ist teuer, macht aber das Rangieren zum Kinderspiel.
9. Der Preis!
10. Händler oder Privatkauf? Ich rate vom Privatkauf ab, weil ich niemals von privat ein Auto kaufen würde. Das ist aber Ansichtssache.
11. Der Geruch ist kaufentscheidend! Also keinesfalls ohne eine Nasenprobe kaufen! Schlechte Gerüche nach Feuchtigkeit, Schweiß (Bauarbeiterfahrzeuge) und Zigarettenrauch gehen nie wieder heraus.
12. TÜV und Gasabnahme erledigt? Fahrzeuge ohne Prüfbescheinigung der Gasanlage werden auf vielen Campingplätzen nicht zugelassen.

Wenn dann alle Händler der Umgebung besucht wurden, werden auch die Unterschiede zwischen ihnen deutlich. Ich habe Händler erlebt, wo ich am Empfang sagen musste, welchen Wohnwagen ich mir anschaue wolle. Dann ging ein Verkäufer mit genau diesen Schlüsseln zu den Fahrzeugen und öffnete sie. Ebenso erlebte ich Händler, die mir das Gefühl gaben, die Anhänger gar nicht verkaufen zu wollen. Beim Händler unserer Wahl waren alle Fahrzeuge offen und es durfte alles geöffnet und angeschaut werden. Bei Fragen stand jemand bereit und erklärte geduldig, bis alle Fragen beantwortet waren. Wir konnten in den Wohnwagen unserer Wahl sitzen, hinein schnuppern und hinter alle Klappen und Türen schauen. Das war sehr wichtig für uns und hat letztendlich auch zum Kauf geführt. Unser Händler hat uns den Wohnwagen bei Abholung eine gute Stunde lang erklärt und alle Funktionen vorgeführt. Leider hatte ich die Spiegelverlängerungen für das Auto vergessen, sodass die Heimfahrt recht spannend wurde.

Wozu ich nach Eintreffen des Wohnwagens am heimischen Standplatz nur raten kann, ist ein gründliches Durchsuchen alle Behältnisse. Nehmen sie alles heraus, was irgendwo verstaut ist. So haben wir ein komplettes Vorzelt dabei gehabt, einschließlich Gestänge für zwei Zelte. Es tauchten noch eine Plane für den Boden im Vorzelt, ein Vorzeltteppich, vier Stützen (wofür auch immer die gedacht waren), die Stützenkurbel, Unterlegplatten für die Stützen, ein Reserverad, ein Sack Heringe (nicht die Fische sondern die Nägel zum Verankern von Zelten im Boden), ein Transportroller für den Toilettentank, eine Handpumpe, die Kurbel für den Mover und eine Plane zum Unterlegen, wenn mal jemand unter den Wohnwagen kriechen muss.

Ich habe alles getestet und sogar das Vorzelt probehalber aufgebaut. Und damit begann dann die Schlacht um jedes Gramm Gewicht. Wohnwagen sind an sich Fahrzeuge mit wenig Zuladung. So können wir nur rund 200 kg einladen und die sind schnell erreicht. Wenn man bedenkt, dass eine kleine Gasflasche schon rund 11 kg wiegt, das Vorzelt 35 kg auf die Waage bringt und der Wassertank 45 Liter fasst, dann wird es eng mit dem gefüllten Kühlschrank.

Es lohnt sich also, bei den notwendigen Anschaffungen für das Mobilheim auf Gewichtsersparnis zu achten. Stellen sie sich also vor, sie haben eine möblierte Wohnung gekauft, in der sich nur leere Möbel befinden. Sie brauchen also vom Besteck über Teller, Tassen, Gläser, Schüsseln und Kochtöpfe alles, was ein Haushalt so benötigt. Spüllappen, Wischlappen, Eimer, Kaffeemaschine, Radio oder Fernseher, Internet (?), Bettzeug, Bettwäsche, Wäscheleine, Korkenzieher und Flaschenöffner. Die Liste ist nahezu unendlich. Da ist die Sanitärflüssigkeit für das Klo noch längst nicht das Ende.

Für "draußen" brauchen Sie ein Stromanschlusskabel, einen (fahrbaren) Abwassertank, eine Kanne für Frischwasser oder einen Schlauch mit Stecksystem, mindestens eine Gasflasche sowieso und vergessen sie nicht den Grill für den Abend oder das Mittagessen. Es folgen ein Tisch, Sitzmöbel und eventuell Auflagen dazu. Alles in allem können sie durchaus noch einmal 1.000 Euro für Zubehör loswerden, das nicht mitgeliefert wurde. Natürlich ist es möglich, kein Geschirr aus dem leichten Melamin zu kaufen, sondern das Porzellan von daheim mitzunehmen. Abgesehen vom Gewicht spielt natürlich die Kurvenfestigkeit eine Rolle, wie viel vom Geschirr am Urlaubsort noch verwendbar ankommt.

Als schwierig habe ich es empfunden, das beigefügte Vorzelt zum ersten Mal aufzubauen. Es gab keine Anleitung, sondern nur die erwähnten Gestängeteile und das Vorzelt selbst, das sich mit Seitenteilen, Frontteilen und Tür über die gesamte Breite des Wohnwagens aufbauen lässt. Aus früheren Wohnwagenzeiten wusste ich noch, dass erst das große Zelt ohne Seitenteile in der Kederleiste einzuziehen ist und dann Stück für Stück die Stangen eingehakt und zusammengebaut werden. Als das Zelt dann nach gut drei Stunden stand, habe ich mir die Mühe gemacht, alle bisher ungekennzeichneten Stangen mit farbigem Isolierband zu markieren und das Ganze dann zu zeichnen. So schaut es dann fertig aus:

Vorzeltzeichnung


Und so im fast fertig aufgebauten Zustand. Es mussten nur noch die Stangen für Spannung sorgen, damit alles glatt wird und sich bei Regen keine Wassersäcke bilden.

Vorzelt


Der Aufbau wird zu zweit sicher auf diese Weise erheblich schneller getan sein. Was sich in jedem Falle ebenso lohnt, ist ein Blick in die Verkabelung des Wohnwagens. So haben wir einen Umformer von 230 Volt auf 12 Volt an Bord, ein Ladegerät für die Batterie des Movers, den normalen Sicherungskasten und neben der Tauchpumpe im Wassertank auch eine Therme für das heiße Wasser. Das alles muss entdeckt werden, damit im Störungsfall nicht erst gesucht wird.

Alles in allem freuen wir uns auf einige Tage "Probecamping" in der näheren Umgebung. Es mag ein wenig lächerlich sein, nur rund 15 km von daheim den Wohnwagen für ein langes Wochenende aufzustellen. Der Vorteil ist jedoch, dass wir bei vergessenen Dingen und Pannen schnell in heimatlichen Gefilden sind und reagieren können. Nach den ersten Tagen sollten sich alle Mängel und Schwierigkeiten gezeigt haben. Der nächste Urlaub wird nach dieser Übung sicher sehr entspannend. Und sollte dann irgendwann die nächste Party mit Übernachtungsfrage anstehen, so ziehen wir einfach unser Hotel mit. Zum vollen Komfort brauchen wir dann nur eine Steckdose.

Wir werden sehen, wie sich die Urlaubsfrage nun klärt. Denn irgendwann muss ich ja auch mal wieder ein paar Geschichten fertig schreiben. Und wo wäre das besser als im Urlaub?

Das sit er nun, der Wohnwagen unserer Wahl.

Wohnwagen LMC 555 K1


Wir haben uns für zwei getrennte Betten entschieden, was ganz bestimmt für ein erheblich ruhigeres Schlafen sorgt. Natürlich sind wir so in der Lage, auch mal getrennt mit Freunden in den Urlaub zu fahren oder den Wohnwagen als Gästezimmer zu nutzen.

Getrennte Betten im Wohnwagen


Zudem wollten wir für den Notfall eine komplette Küche haben. Wobei wir uns einig sind, dass wegen der Kochgerüche in dieser Küche kein Essen zubereitet wird, das über Salat hinaus geht. Was übrigens auch unsere Vorbesitzer beherzigt haben. Von der Küche ist auch im Alter von 16 Jahren "das Neue nicht von runter". Der Kühlschrank unten rechts wird wahlweise mit Gas, 230 Volt oder bei Verbindung mit dem Zugfahrzeug mit 12 Volt betrieben.

Wohnwagenküche


Eine von den Betten getrennte Sitzecke sorgt dafür, dass wir nicht jeden Tag die Betten in den Klappen verstauen und wieder abbauen müssen. Eine Schiebetür zum Schlafbereich könnte sogar den Anblick ungemachter Betten verdecken. Bei Bedarf lässt sich die Sitzecke jedoch, wie in Wohnwagen üblich, jederzeit mit wenigen Handgriffen zu einem breiten Bett verwandeln.

Sitzecke und Küche


Ein Wohnwagen ist ein Raumwunder. Überall befinden sich Klappen, Kästen und Staumöglichkeiten. Wer nicht auf das Gewicht achtet, der kann ganz schnell eine ganze Wohnungsausstattung im Wohnwagen verstauen und hat damit das zulässige Gesamtgewicht deutlich überschritten. Daher werden vermutlich bei uns viele der schönen Fächer leer bleiben, wenn wir unterwegs sind. Doch allein die Ordnung ist schon eine feine Sache. Vieles, wie hier die Küche, versteckt sich hinter klappbaren und vor allen Dingen verriegelbaren Türen.

Alles hinter Klappen versteckt


Das ist übrigens ein prima Stichwort. Alle Türen sind mit Verschlüssen gegen unbeabsichtigtes Öffnen während der Schaukelei auf dem Weg zum Abstellort gesichert. Das ist sicher bei der alltäglichen Bedienung gewöhnungsbedürftig, bedeutet jedoch gleichzeitig auch eine Kindersicherung.

Wir haben uns auch für ein komplettes Bad entschieden, um nicht in der Nacht quer über einen dunklen und vielleicht kalten und nassen Campingplatz laufen zu müssen. Was wir nicht nutzen werden, ist die eingebaute Dusche. Zum einen sind 5 Liter heißes Wasser nicht viel und zum anderen ist die Badezimmertür innen mit der sonst ebenfalls verarbeiteten Folierung des Sperrholzes versehen. Das könnte bei Feuchtigkeit Probleme geben. Zudem bin ich mir nicht sicher, ob es erstrebenswert ist, sich bei einer Toilettensitzung gleichzeitig und zumindest theoretisch die Zähne zu putzen und zu duschen.

Das Wohnwagenbad


Soweit also der kleine Überblick dessen, was mich die letzten Monate beschäftigt hat. Wir werden in Kürze einige Tage "umme Ecke probecampen" und vielleicht berichte ich ja davon. Wer jetzt Appetit auf einen Wohnwagen bekommen hat, dem können wir für NRW einige Tipps geben. Unser Wohnwagen bleibt mobil und kommt immer nach nach Hause. Und ist wahrschienlich das eine oder andere Mal unser Gästezimmer.

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Viel zu leise

In Anbetracht der Lautstärke, mit denen sich in unserem Land die "wütenden Bürger" überall Gehör verschaffen, gehen die friedliebenden und stillen Massen unter.

Wir müssen lauter werden, wenn wir den Gegner eines friedlichen Miteinanders Einhalt gebieten wollen. Es hilft nichts, wenn wir still und ängstlich schauen, was passiert. Es schadet dem Frieden, wenn wir abwarten.

Die schweigende Masse war es, die 1933 am Ende unter dem Druck nachgegeben hat, während der Zwang mit Mitbrüllen durch die ausgeübte Gewalt der Rechten immer stärker wurde. Überall in den sozialen Netzwerken und der Presse finden die Kriegsmacher gegen die hier im Land lebenden Menschen immer mehr Gehör. Das muss übertönt werden!

Wenn wir Frieden im eigenen Land wollen, dann müssen wir aufhören, uns auf unsere Besonnenheit und unsere scheinbare geistige Überlegenheit zurück zu ziehen. Wir Blogger, Autoren, Künstler und Meinungsmacher müssen uns lautstark gegen die Politik der Angst wehren.

Wir wollen Frieden in Deutschland haben! Wir wollen hier mit allen Religionen, Nationalitäten und Geschlechtern friedlich miteinander leben! Wir wollen den Krieg nicht im eigenen Land erzeugen!

Wir sind für Toleranz, Akzeptanz und Vielfalt! Wir verachten Terror von außen und von innen! Wir verachten Menschen in unseren Land, die gegen kulturelle, religöse und gesellschaftliche Vielfalt sind!

Wem dieses Land in seiner jahrtausendlangen Zuwanderungsgeschichte nicht gefällt, der muss ausreisen und sich ein anderes Land suchen. Wir wollen hier miteinander leben, egal wo unsere Wurzeln sind. Wer gegen die deutsche Tradition der Vielfalt ist, gehört nicht in dieses Land, auch wenn er behauptet, ein aufrechter Deutscher zu sein!

Werdet lauter, Ihr Friedliebenden!

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Im Hintergrund ...

... werkelte ich am und läuft nun schon auch im Vordergrund der 5. Akustische Weihnachtskalender des Erbsenprinzen.

Es ist täglich eine Geschichte oder ein Gedicht zu hören. Nicht immer von mir, dafür aber in diesem Jahr ganz besonders bezaubernd. Bitte klicken Sie HIER für den schönsten Hörkalender aller Zeiten.

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Wir heiraten - eine Geschichte, die auch gut eine Rede sein konnte

Da waren sie, diese Worte, die ich nie vergessen werde. Die sich in mein Hirn gebrannt haben, seitdem ich sie zum ersten Mal hörte. Vor mehr als einem Jahr erklangen sie, diese beiden Wörter mit den insgesamt 11 Buchstaben. „Wir heiraten!“ Versehen mit einem deutlich hörbaren Ausrufezeichen standen sie im Raum und waren nicht mehr weg zu denken.

Wir heiraten. Punkt. Beschlossen, verkündet und nicht mehr rückgängig zu machen, weil jetzt ja alle Bescheid wissen. Oma hier, Oma dort, Opa, Mama hier, Mama dort, Vater hier und noch einer da, Geschwister, Tanten, Onkel, Freunde und ach …. eigentlich alle wussten es schneller, als manchmal gewünscht war. Nur eine Kunde von einer ungewollten Schwangerschaft der künftigen Braut hätte sich schneller verbreitet.

Wir heiraten! Mein Gott, ich höre es noch heute und denke daran, was jetzt alles zu bedenken, zu tun ist. Liebe Gäste, viele von euch haben das ja auch schon einmal oder mehrfach hinter sich gebracht. Herrjeh, ich brauche eine Liste, so der erste Gedanke.

Lasst mich nachdenken, nur einen Moment.

Muss man eigentlich eine Hochzeitsmesse besuchen? Wer organisiert das Ganze überhaupt oder machen das die Brautleute allein? Himmel, um was man sich alles kümmern muss … Schuhe, ich brauche Schuhe! Und was ziehe ich an?

Ach ja, das Brautkleid. Natürlich an erster Stelle stehend. Das wird eine Qual, wegen der Figur, den Haaren, den Schuhen überhaupt und was trägt Frau darunter? Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes, etwas Blaues, so ist der Brauch. Mein Gott, da geht es schon los. Und was trägt der künftige Ehemann? Anzug, selbstverständlich! Aber da ist doch die Figur, die Haare müssen geschnitten und frisiert werden, die Füße in ordentliche Schuhe und die dürfen nicht drücken. Aber vorher tragen geht doch auch nicht, der Kerl kann sich ja nicht vorsehen und macht sie dreckig. Ach du meine Güte. Schwarzer Anzug oder etwas Farbiges? Passt es überhaupt zum Brautkleid? Aber das darf der Bräutigam doch vorher nicht sehen! Und wie geht das überhaupt mit dem Umziehen ohne sich zu sehen? Wo überhaupt und wann? Ach ja, wann wird denn überhaupt geheiratet? Und wo?

Wo wird gegessen, was wird gegessen, kann man zur Probe essen und wie kommt man dorthin. Wie kommt man dort weg und in welchem Zustand vor allen Dingen?

Was ist mit der Oma, die darf sich keinen tüddeln, sonst singt sie wieder. Und tanzt trotz Arthrose munter Samba mit den jungen Kerlen. Wo wir gerade dabei sind, wer ist eigentlich eingeladen und warum nicht, wenn nicht. Wie viele Personen werden wir, und ach … kann man auch später am Abend Turnschuhe anziehen?

Tanzen, fällt mir gerade ein. Wer kann tanzen wer nicht und zu welcher Musik. Die Musik, autsch. Wer macht Musik und wie? Vor dem Essen oder nach dem Essen und während des Essens vielleicht auch? Und wird bedient?

Fragen über Fragen, ich werde immer hektischer und meine Liste immer länger. Was wird getrunken? Und wie? Flaschen geht ja gar nicht, da müssen es schon gut geschenkte und gepflegte Getränke sein. Ach ja, Geschenke? Was soll geschenkt werden? Geld für die Reise ist eine gute Idee, schließlich steht genug Geschirr im Schrank und Ordnung zu halten ist ohnehin so eine Sache, die überbewertet wird. Geld ist gut, das muss nur allen gesagt werden. A pro Pos gesagt, Einladungskarten müssen her und rechtzeitig geschrieben werden. Es wird zwar sowieso noch tausendmal gefragt, wann und wo das Ganze stattfindet, aber noch wird ja erst geplant.

Tanzen, hatte ich schon das Tanzen? Mein Gott, der Brautvater braucht einen Tanzkurs und am besten der Bräutigam auch. Frauen können ja von Natur aus tanzen, denke ich mal. Und außerdem sind die Füße der Frauen meist wegen langer Kleider nicht zu sehen. Nur die Männer stoppeln so herum oder halten krampfhaft mit den Händen die Theke fest, wenn es ans Tanzen geht. Da braucht es einen guten Animateur. Liste!

Auto, verdammt, das Auto ist noch nicht auf der Liste. Und überhaupt, sind Standesamt und Feier getrennt zu feiern oder nicht? Standesamt! Autsch, der Ausweis muss verlängert werden oder nicht? Die ganzen Unterlagen und erst einmal der Termin. Und dieser Termin wieder mit dem Termin im Lokal und dem Termin für die gefühlten zehn Millionen anderen Sachen, die jetzt alle auf meiner Liste stehen. Ich könnte mir schon jetzt die Haare raufen.

Haare! Nein, die Haare müssen ja auch gemacht werden. Welcher Frisör macht denn kurz vor Hochzeit noch die Haare? Ich brauche einen Schnaps! Aaaaaaah, bei Schnaps fällt mir der Sekt ein. Beim Standesamt braucht es Sekt und dafür braucht es Gläser und der Sekt muss gekühlt sein, es ist ja Sommer und dafür braucht eine Kühlbox …. Ich werde wahnsinnig.

Wird eigentlich noch auf Hochzeiten gespielt? Wer macht sowas und was? Ich mache mir so viele Gedanken und würde am liebsten …. Nein, nein, nie. Weiter geht es, ich bin ja kein Kind mehr.
Das Kind. Noch ist ja keines da, aber man muss ja schon mal darüber nachdenken, dass unweigerlich nach der Hochzeit die Schwangerschaft eintreten könnte. Von wegen Hochzeitreise und so. Oh … Hochzeitreise. Wohin und wann und überhaupt wie eigentlich?

Halt, Struktur braucht es, zurück zu den Kindern. Die Kinder? Egal, es braucht Wäsche für die Kinder. Und Namen natürlich. Was kommt zuerst, die Wäsche oder die Namen? Das ist schon fast die Frage, was zuerst da war, das Huhn oder das Ei. Namen für Jungen, Namen für Mädchen, ich muss mir Gedanken machen. Oder noch eine Liste. Die aber für später, erst braucht es die Hochzeitsliste zurück.

Ich brauche keinen Schnaps, ein Stück Kuchen hilft. Hilfe, ich muss an die Hochzeitstorte denken. Liste!


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Wie alles begann

Meine Schreiberei hat einen Anfang. Keineswegs in der Schule mit dem Verfassen von Aufsätzen, sondern viel später. Gelesen habe ich gern, seitdem ich lesen konnte. Meine liebste Lektüre war anfangs das neue Lesebuch der Schule. Ich kannte alle Geschichten noch bevor wir anfingen, darin zu lesen. Damals waren die Bücher noch voller interessanter Erzählungen und Erklärungen über das Leben und richtige Verhalten. Geschichten aus dem Straßenverkehr oder von Berufen und solche mit viel Fantasie haben mich fasziniert. Es gab für mich keinen Tag ohne Buch.

Später bin ich zur Science Fiction gekommen. Anfangs über Fantasiegeschichten wie "Die kleine Hexe" und später dann über Jules Verne und die Heftromane von Terra zu Romanen wie "Mutanten im Kosmos". Es hat mich begeistert und angeregt, fremde Kulturen auf diese Weise zu erleben. Das ist bis heute geblieben und vielleicht höre ich deshalb so gern zu, wenn mir Menschen aus fremden Ländern erzählen, welche Kleinigkeiten uns im täglichen Leben unterscheiden.

Ich habe oft als junger Mensch darüber nachgedacht, eigene Geschichten zu schreiben. Doch erste Versuche sind im Keim gescheitert, weil mir der Aufbau einer Geschichte fremd war. Ich hatte kein Muster erkannt, was im Grunde aus heutiger Sich unverständlich scheint. Das ist etwas, was noch heute geschieht. So lange ich kein Muster erkenne und nicht verstehe, wie etwas aufgebaut ist, kann ich es nicht selbst herstellen. Allein vom Probieren bekomme ich kein Ergebnis. Es belastet mich nur nicht mehr, wenn es so geschieht.

Dann kam eine sehr schlechte Zeit für mich, in der ich aufhörte Musik zu hören und zu lesen. Es ging mir richtig schlecht und die tiefen schwarzen Löcher in der Seele wurden zu sich rasant vergrößernden Flächen. Mein Versuch, das Ganze zu verstehen, führte mich in die Ausbildung zum NLP-Practitioner. Dort geriet ich an eine überaus kompetente Ausbilderin und diese ließ die Teilnehmer Märchen schreiben. Als Metapher sollten diese Märchen Aussagen treffen, die Menschen helfen könnten. Das war der Durchbruch, ich verstand den Aufbau von Geschichten.

Zunächst verarbeitete ich meine eigene Traurigkeit, mein Leben, den dauernden Schmerz. Diese Geschichten werden in Kürze nicht mehr im Handel sein, ich möchte sie nicht mehr veröffentlicht sehen. Später, nach der "Heilung", als langsam mein Leben wieder in die Spur kam, begann ich alltägliche Dinge humorvoll zu überspitzen. Dieses Rezept macht noch heute viel Spaß und hat mir bei Wettbewerben viel Publikumsfreude eingebracht.

Heute habe ich einen anstrengenden Beruf, eine ebenso anstrengendes Leben nebenbei und freue mich, wenn ich den Tag erfüllt hinter mir habe. Ich komme im Grunde nur noch ein- oder zweimal im Jahr zum Schreiben. Das bedrückt mich ein wenig, doch ich weiß auch, dass ich mir Zeit geben muss. Will ich alles zur gleicher zeit, überfordere ich mich und es geht mir nicht gut. Ich muss eine Sache nach der anderen erledigen und das der Reihe nach. So wird es irgendwann auch wieder Zeit zum Schreiben geben. Da bisher auch nur weniger als ein Promille der Bevölkerung meine Geschichten gehört oder gelesen hat, ist noch Raum genug für Entdeckungen.

Ich möchte nur auch jedem Menschen Mut machen, seine Geschichten aufzuschreiben. Ausgefeilte Worte sind nicht nötig. Das kann man hinterher in einem Korrekturgang erledigen. Anfangs "Frei nach Schnauze" geschrieben und erst einmal ruhend gelassen, werden ganz alltägliche Erzählungen plötzlich zu interessanten Abenteuern. Und diese finden immer ihre Leser. Dabei geht es nicht um das Berühmtsein. Vielmehr geht es um die Weitergabe von Erfahrungen. In Lexika und der Wikipedia steht alles Wissen dieser Welt. In den Romanen und Blogs alle Erfahrungen der Welt.

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Da sitze ich also so da

Da sitze ich also so da, schaue, was andere Autoren so auf der Leipziger Buchmesse treiben und denke vor mich hin. Ob ich auch einmal genau dort ein Buch präsentieren wollen würde? Ach, ich weiß es nicht. Der Weg dorthin ist so mühsam, so absagenbehaftet und vielleicht auch nur über einen Verlag erreichbar. Und dann?

Was kommt danach, oder noch besser, was kommt während der Messe. Mein Buch wäre eines von gefühlten Millionen und ja, was würde ich fühlen, wenn gefühlt jeder Mensch an genau meinem Buch vorüber gehen würde?

Ach nein, ich lasse das wohl besser. Also die Sache mit der berühmten Buchmesse. Allein, ich fühle jetzt schon müde Füße. Und was wäre im allerschlimmsten Falle, wenn dann doch ganz viele Menschen den Stand stürmen und mein Buch berühmt würde? Und ich dazu? Gott, diese Verpflichtung, die daraus erwachsen würde, jedes Jahr ein neues Buch schreiben zu müssen.

Nein, nein, das möchte ich nicht riskieren. Dann lieber ab und an etwas schreiben und ebenso ab und dann etwas vorlesen. Ohne Geldgedöns und alles andere drumherum. Mein Berühmtseinsollen ist irgendwann in den letzten Jahren still und heimlich verstorben. Gut so.

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Gar nicht so leicht

Es ist gar nicht so leicht, nach dem auferlegten Ende einer Seite mit etwas Neuem zu beginnen. Das grobe Gerüst steht, doch es braucht natürlich auch zeit, dieses Gerüst mit Leben und somit Inhalt zu befüllen. Da ich hier nun meine Seiten insgesamt als geballte Ladung präsentiere(n will), denke ich viel darüber nach, was genau denn gelesen würde und warum.

Mir brennen da auch einige Themen sehr auf der Schreibzunge, die schon ans Tageslicht geschoben werden sollen. Und natürlich, so ganz nebenher, auch die eine oder andere Begegnung der besonderen Art, wenn man Arbeitender im Sozialen, Ehrenamtler und treibende Kraft ist.

Heute habe ich dann, ebenfalls so ganz nebenher, meine von mir selbst einst erdachte Lebensdauer verkürzt. Vor einigen Jahren oder Jahrzehnten dachte ich noch, ich würde 90 Jahre alt werden. Heute schätzte ich mich auf maximal noch 75 werdend. Fragt mich nach den Gründen und ich antworte "Das ist nur so ein Gefühl." Insofern werde ich wohl noch ein Stückchen etwas bewegen müssen, wenn ich auf dieser Welt (m)einen positiven Fußabdruck hinterlassen will.

Ich schweife ab. Also, ich gebe mir Mühe, diese alte neue Seite mit Worten zu füllen und bin gespannt, wer nun noch immer oder schon wieder dabei ist.

Bis demnächst wieder.

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Baustelle

Was an dieser Stelle geplant ist.

Liebe Leser,
wer auch immer nach mehr als vier Monaten Abstinenz hierher gefunden hat, der sollte wissen, dass ich den bisherigen Blog nicht mehr weiterführe. Das ursprüngliche und tägliche Bloggen banaler und für mich interessanter Ereignisse meines Lebens ist inzwischen für mich nicht mehr so wichtig. Woran mir jedoch viel liegt, sind Stellungnahmen als Schreibender zu den Ereignissen in meiner Umgebung und in meinem Land. Ich möchte mich da jetzt keineswegs festlegen und vorab eine Richtung angeben. Das Ganze soll sich einfach entwickeln dürfen.

Ganz sicher werde ich jedoch hier auch Geschichtenentwürfe, vielleicht eine Fortsetzungsgeschichte und die eine oder andere vorgetragene Rede bzw. Andacht veröffentlichen. So ist zumindest der Plan nach heutigem Stand. Keinesfalls wird es hier täglich Neues geben, doch das Nachschauen und Lesen wird sich ab und an lohnen.

Bis dahin wünsche ich viel Spaß bei dieser zusammen gefassten Seite meiner Aktivitäten als Schreibender.

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