Archiv für January 2018

2017

Was für ein aufregendes und schönes Jahr! Wobei aufregend ja nicht immer gleichzeitig mit gut zu bewerten ist.

Es gab einige Baustellen persönlicher Art, die ich angegangen bin und die mich angegangen haben. Einige Spitzen seien also nun für die Öffentlichkeit erwähnt.

Ich bin Opa geworden.
Ein zauberhaftes kleines Mädchen kam im Laufe des Jahres zur Welt und seitdem hoffe ich, dass ich endlich mal ein Enkelkind aufwachsen sehe und mich kümmern darf. Dank nachbarschaftlicher Nähe, guter Familienbande und überhaupt einem schönen Verhältnis habe ich da wenig bis keine Sorgen. Ich freue mich auf die Zeit, wenn die Kleine bei uns wuselt.

Und wieder ein neuer Arbeitsplatz.
Natürlich habe ich innerhalb meiner Firma wieder einmal gewechselt. Jedes Jahr einen anderen Arbeitsplatz in diesem knapp 700 Menschen umfassenden Betrieb, das finde ich erstrebenswert. Es bringt mir nicht mehr Geld, doch sehr viel neue Erfahrungen und das gute Gefühl, gegen das Schlechte in der Welt anzukämpfen. Im letzten Bewerbungsgespräch (ja, auch innerbetrieblich braucht es das) wurde ich nach meinem Karrierewunsch befragt. Nun ja, ich antwortete in dem Sinne, dass ich gern in den fünf bis acht Jahren bis zur Rente noch fünf bis acht Jobs hätte. Man lachte und meinte, das bekäme man hin. Na dann, die Perspektiven miteinander scheinen also geklärt zu sein.

Das Ziel sind 50 Prozent?
Die Gesundheit ist ein Problem, das ich endlich angefasst habe. Ich bin seit frühester Kindheit kaputt. Also so richtig, mit Knochen, Muskulatur, Kopf, Seele und so weiter. Ich wurde jedoch so erzogen, dass ich nicht zu jammern, sondern zu funktionieren habe. Ich finde, das habe ich lange genug getan. Wobei ich weiterhin nicht jammere, sondern mich nun kümmere. Zur großen Erleichterung der Liebsten. Und natürlich mit der Konsequenz, dass ich vom Hausarzt zum Orthopäden, von dort zum Rheumatologen, von da aus zum Schmerztherapeuten, dann wieder mal zum Lungenarzt, zurück zum Hausarzt und so weiter pendele. Immerhin nähern wir uns einigen gesicherten Diagnosen und das macht es nicht besser, aber immerhin einfacher. Denn wenn ich eines gelernt habe, dann sind bekannte Probleme besser als ungelöste Fragen. In jedem Falle wird nicht gejammert, sondern gekämpft. Aktivität ist das Zauberwort, denn nichts ist schlimmer, als Menschen dabei zuzuschauen, wie sie durch das "sich ergeben" langsam aber sicher immer unbewglicher werden. Meine Rente wird durch meine beiden Versorgungsausgleiche unterirdisch niedrig sein. Doch voraussichtlich muss ich nicht in die Grundsicherung, sondern "darf" alles selbst bezahlen und bleibe unabhängig.

Viel zu tun.
Das Ehrenamt als 2. Chef und leitender Kümmerer ist noch immer prima. Und manchmal erschöpfend, weil man sich darauf verlässt, dass ich schon mache. In manchen Wochen habe ich ebenso viel Arbeit ohne Geld wie hauptberuflich mit Geld. Doch ich lebe danach, nur das zu tun, woran ich Spaß habe. Also scheint es ja noch gut zu sein.

Kater
Der Kater lebt noch immer. Klar, er wird langsam "stokelig" und kann nicht mehr so springen wie früher. Doch er hat weiterhin großen Spaß daran, uns zu nerven und vor allen Dingen ab und an Mäuse zu erlegen, die es aus dem Wald in unsere Wohnung schaffen. Leider verhindert er auch, dass wir länger in den Urlaub fahren, denn er frisst nur noch feuchtes Futter und das bedeutet, dass ein Mensch bei uns wohnen muss, wenn wir weg sind.

Urlaub
Damit sind wir auch schon im nächsten Thema. Wir haben es tatsächlich geschafft und sind einige Male mit Wohnwagen im Urlaub gewesen. Um die Ecke zum Testen, im Spreewald, an der Nordsee und am Steinhuder Meer erholten wir uns unmittelbar nach dem Aufbau. Wenn das Vorzelt steht, die Einrichtung aufgebaut ist und das Essen auf dem Tisch steht, beginnt sofort die Erholung. Wir schlafen bestens und kommen sofort in den Trödelmodus. Natürlich haben wir immer ein Besichtigungs- und Bildungsprogramm, doch alles kann, nichts muss. Das ist einfach nur schön und tut uns richtig gut.

Schreiben
Ach ja, das Schreiben. Es ist schwierig, weil ich keine Ruhe habe. Keine Ruhe für Ideen, die in mir reifen können, bis ich sie manisch niederschreibe. Die Menschen, mit denen ich mich derzeit umgebe, sind nicht so befruchtend mit Blödsinn gefüllt, dass ich daraus Geschichten machen könnte. Ernste Erzählungen würden sicher möglich werden, doch das will ich (noch) nicht wieder angehen. Ich schreibe manchmal Andachten, die hervorragend ankommen und natürlich meine Weihnachtsgeschichte für den Akustischen Weihnachtskalender. Es gibt noch x angefangene Geschichten, die auf dem Rechner schlummern und auf Vollendung warten. Irgendwann geht es weiter, da bin ich mir sicher.

Und sonst?
Ich komme finanziell klar, muss mir keine Sorgen um meine Beziehung, meinen Arbeitsplatz oder irgendetwas anderes machen. Ich darf mit LEGO spielen, verrückte Sachen machen, mit meinen Geschwistern einen heben gehen und einfach meine letzten Jahre oder Jahrzehnte genießen. Was ich endlich sagen kann, macht mich froh: Ich bin angekommen.

Soweit der kleine Rückblick und nun gehe ich mal was arbeiten. Meine Kundschaft scheint mich zu brauchen. ;-)

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