Viel zu leise

In Anbetracht der Lautstärke, mit denen sich in unserem Land die "wütenden Bürger" überall Gehör verschaffen, gehen die friedliebenden und stillen Massen unter.

Wir müssen lauter werden, wenn wir den Gegner eines friedlichen Miteinanders Einhalt gebieten wollen. Es hilft nichts, wenn wir still und ängstlich schauen, was passiert. Es schadet dem Frieden, wenn wir abwarten.

Die schweigende Masse war es, die 1933 am Ende unter dem Druck nachgegeben hat, während der Zwang mit Mitbrüllen durch die ausgeübte Gewalt der Rechten immer stärker wurde. Überall in den sozialen Netzwerken und der Presse finden die Kriegsmacher gegen die hier im Land lebenden Menschen immer mehr Gehör. Das muss übertönt werden!

Wenn wir Frieden im eigenen Land wollen, dann müssen wir aufhören, uns auf unsere Besonnenheit und unsere scheinbare geistige Überlegenheit zurück zu ziehen. Wir Blogger, Autoren, Künstler und Meinungsmacher müssen uns lautstark gegen die Politik der Angst wehren.

Wir wollen Frieden in Deutschland haben! Wir wollen hier mit allen Religionen, Nationalitäten und Geschlechtern friedlich miteinander leben! Wir wollen den Krieg nicht im eigenen Land erzeugen!

Wir sind für Toleranz, Akzeptanz und Vielfalt! Wir verachten Terror von außen und von innen! Wir verachten Menschen in unseren Land, die gegen kulturelle, religöse und gesellschaftliche Vielfalt sind!

Wem dieses Land in seiner jahrtausendlangen Zuwanderungsgeschichte nicht gefällt, der muss ausreisen und sich ein anderes Land suchen. Wir wollen hier miteinander leben, egal wo unsere Wurzeln sind. Wer gegen die deutsche Tradition der Vielfalt ist, gehört nicht in dieses Land, auch wenn er behauptet, ein aufrechter Deutscher zu sein!

Werdet lauter, Ihr Friedliebenden!

Kommentare

07.11.2017, 23.56 Uhr Torsten schrieb:

Kann ich nur unterschreiben, das von dir Gesagte. Allerdings würde ich nicht gerne von Verachtung sprechen; denn verachtet man die Verachtenden, ist man nicht besser. Ich weiß zwar, was und wie du es meinst, und rechte Hetze finde ich auch intolerabel und dagegen sollte wirklich die Stimme erhoben werden. Aber Verachtung?

Wir Demokraten, die es begrüßenswert finden, dass Asylsuchende (für mich kein negatives Wort) per Grundgesetz bei uns aufgenommen werden, haben Glück gehabt, in keinem Umfeld aufgewachsen zu sein, das unser Denken so verkorkst hätte, dass wir Fremde hassen, Schutzsuchende verachten, Geflüchtete verprügeln möchten. Bei den Rechten, so verabscheuungswürdig ihre Denkweisen und Taten auch sind, ist irgendetwas richtig schief gelaufen, sonst wären sie wohl nicht so, wie sie sind.

Durch nette Diskussionen kann man sie nicht ändern, das ist mir klar. Durch auf die Fresse hauen auch nicht. Die Gesellschaft muss sich gegen solches Gedankengut schützen, gar keine Frage. Aber wo liegen die Wurzeln? Ich weiß es nicht, ich bin weder Psychologe noch Sozialwissenschaftler. Doch solche Fragen sollten diskutiert werden. »Wer den Flüssen wehren will, muss die Quellen verstopfen« (fernöstliches Sprichwort).

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