Hauströdel



Wir haben einen Hauströdelmarkt veranstaltet. Alles Gedöns, das seit zwei Jahren in den Umzugskartons schlummert wurde verkauft. Oder an die Jugend im Haus, die am 15.03.2015 mit den Erwachsenen den großen Trödelmarkt beschickt, gespendet. Oder eben entsorgt.

Wir haben also gestern und heute geschleppt, aufgebaut und bestimmt neun Meter Stand mit allerlei Nebenschauplätzen hergestellt. Es wurde ein sehr übersichtlicher und gemütlicher Verkauf von acht Uhr bis 14.00 Uhr. Danach wurde sortiert, der Jugend bereit gestellt und das Auto gefüllt. Ein Kombi voller ehemals so wertvoller Dinge liegt jetzt in den Müllcontainern des Recyclinghofes. Wir haben lediglich zwei leere Waschkörbe und eine leere IKEA-Kartonage wieder nach oben geschleppt. Der Rest ist weg!

Als wir vorhin den Heimweg antraten, sinnierten wir über den Erlös des Ganzen und damit der Tatsache, dass wir wir mit dem heutigen Erlös die letzte Anschaffung für den Garten wieder erwirtschaftet haben. Viel mehr berührte uns allerdings, dass wir eine riesige Menge Altlasten (wir sprechen hier von gut zwei Kombis voller Dinge) losgelassen und losgeworden sind.

Beim Entsorgen sind uns noch mehr ungebrauchte Möbelstücke aufgefallen, die wir oben auf dem Boden eingelagert hatten und nicht mehr nutzen können. Das wird noch einmal ein Auto voll und dann war es das in Sachen Entrümpelung nach Umzug. Vor allen Dingen ist jetzt Raum auf dem Boden, und alles kann in den Regalen vernünftig abgestellt werden.

Jetzt müssen nur noch demnächst meine alten Papiere dran glauben. Ich werde die vier Kartons mit Unterlagen aus den Scheidungen, der Insolvenz und den anderen Dingen meines Lebens ebenfalls sortieren und vernichten. Es wird ein Aktenordner übrig bleiben und der ist wichtig, falls mir mal etwas passiert oder ich sterbe. Irgendwann wird es auch dazu hier einen Eintrag geben. Also zum Ende aller Papiersammlungen, nicht zum Tod. :)

So, wir sind erschöpft, gleich gibt es Essen und dann wird nichts mehr getan. Füße hoch, Klappe halten und morgen ist auch noch ein Tag.

Geschrieben am 28.02.2015 um 16.41 Uhr von CeKa
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Da kannst du ein Buch mit füllen



Wenn ich manchmal daheim und unter Freunden von meiner Arbeit berichte (selbstverständlich anonymisiert, ohne Namen und ohne Chance, Betroffene zu recherchieren), dann ernte ich Kopfschütteln und häufig den Satz "Damit kannst du ein Buch füllen.".

Könnte ich, mache ich nicht. Der Schutz derer, mit denen ich tagtäglich zu tun habe ist mir wichtig. Und doch erlebe ich jeden Tag wieder, wie unsagbar übel machen Menschen mitgespielt wird. Ohne die häufig auch andere Realität aus den Augen zu verlieren, sträubt sich doch mein Gefühl gegen Ungerechtigkeiten, die von Menschen gemacht werden.

Da wäre zum Beispiel der Arzt, der seinen wahrhaftig armen Patienten die Medikamente ausschließlich auf Privatrezept verschreibt. Die Begründung ist, man glaubt es kaum, "weil die Krankenkasse ihm zuviel abziehe, wenn er Kassenrezepte ausstelle." Die Menschen, die mir gegenüber saßen, lebten von Hartz IV und wurden natürlich nicht von der Zuzahlung befreit. Es gab ja keine Kassenrezepte, wo es welche hätte geben müssen.

Das ist nur eine von vielen Geschichten, die es mir bewusst machen, dass wir in unserer Gesellschaft noch ganz viel daran arbeiten müssen, sozial zu werden. Unabhängig vom Glauben, Aussehen, Alter, Geschlecht und Herkunft unseres Gegenübers. Manchmal denke ich, dass es doch nicht sein kann, dass es in unserem Land noch immer solche rücksichtslosen Idioten gibt, die jeden beschupsen wo es nur geht. Wir sind doch das Land der Spenden und des sozialen Engagements! Und dann höre ich die nächste Geschichte und sitze da mit aufkochender Wut im Bauch, weil ich Ungerechtigkeit nicht leiden kann.

Nein, diese Geschichten kommen nicht in ein Buch. Es würde depressiv machen.

Geschrieben am 25.02.2015 um 21.14 Uhr von CeKa
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Marmorkuchen



Heute heißt er Marmorkuchen. Wie er früher hieß, das weiß ich nicht mehr. Aber ich mochte ihn. Damals, bevor ich aufhören musste, Kuchen zu essen. Aufhören, weil ich mir im Laufe meiner Vergangenheit den Magen zerstört habe und fieses Sodbrennen mit Magenschmerzen bekomme, sobald ich Kuchen esse. Und andere Dinge. Aber das ist eine andere Geschichte.

Marmorkuchen also. Ich mochte Marmorkuchen und ganz besonders gern die dunklen Teile darin. Am liebsten sogar dann, wenn sie wegen zu vieler Schokolade ganz dicht und keineswegs fluffig waren.

Heute buk ich wieder einen Marmorkuchen. Für die Frau an meiner Seite und die Männer, die morgen hier am und im Haus arbeiten. Ich backe gern einen solchen und andere Kuchen. Auch wenn Frau das erst heute beim Abholen von der Arbeit mit den Worten kund tat "Du backst heute noch einen Kuchen für morgen!" Gesprochen mit drei Ausrufezeichen hinter dem Satz. Allerdings weiß sie auch, wie gut der Kuchen schmeckt und wie gern ich backe. Für andere Leute, nicht für mich.

Und bevor jetzt der virtuelle Heiligenschein rausgekramt und mir aufgesetzt wird: Ich backe mit Backmischung. Ich könnte zwar auch nach Rezept backen, bin dazu aber meist und das zu 99 Prozent zu faul dazu.

Für alle jungen und unerfahrenen Wunschbäcker von Kuchen: Leute, es ist total einfach, wenn man das macht, was auf der Packung steht. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Haltet euch bedingungslos an die Vorgaben und alles wird gut. Lasst den Kuchenteig nur nicht eure Zweifel spüren *mit beschwörenderStimmesprich*. :)

Geschrieben am 20.02.2015 um 21.17 Uhr von CeKa
in Männersache



Feiertage



Das Schöne am Leben in Nordrhein-Westfalen sind nicht nur die kulturellen und landschaftlichen Erlebnismöglichkeiten, sondern auch die Mischung aus Toleranz in Sachen Religion und der Menge an christlichen, gesetzlichen und regionalen Feiertagen. So also auch am Montag, wenn selbst hier in Wuppertal der Geschäftsbetrieb ab Mittag eingestellt wird. Rosenmontag ist selbst hier im Bergischen Land, an der Grenze zwischen Rheinland und Westfalen, ein beinahe Feiertag.

Ich, als unterkühlter und karnevalistisch völlig abgewandten Ursprungs-Norddeutscher, übernehme freiwillig den morgen Vormittag vorgeschriebenen Notdienst im Betrieb und lasse den anderen Mitarbeitern gern ihren freien Tag. Dass mir dabei alle geleisteten Arbeitsstunden gut geschrieben werden, finde ich prima. Das heißt nämlich, dass ich an einem anderen Tag einfach einmal der Arbeit fernbleiben darf.

Erfahrungsgemäß ist so ein Dienst recht interessant und ich schaffe so einige Dinge, die sonst noch ein wenig länger zur Erledigung brauchen würden. Nächster Feiertag ist Karfreitag. Aber der ist ja bundesweit. Da habt Ihr also auch etwas von.

Anders war es nämlich überhaupt in Niedersachsen. Das ist eines der Bundesländer mit der geringsten Anzahl an Feiertagen. Aber ich kann euch sagen, auch damit kommt man klar. Mir ist jedenfalls noch niemand begegnet, der wegen der Zahl der Feiertage umgezogen wäre. Der müsste dann allerdings auch nach Bayern ziehen und wer will das schon? ;-)

Geschrieben am 15.02.2015 um 11.22 Uhr von CeKa
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Sch ... drauf!



Feierabendverkehr. Parkende Fahrzeuge rechts, Einer will raus, ein Anderer rein. Rechte Spur durch wartendes Fahrzeug blockiert, ich fahre auf der linken Spur. Eine junge Frau schert mit ihrem Smart vor dem wartenden Fahrzeug aus und ich muss bremsen. Hart bremsen. Der Wagen auf der rechten Spur hinter mir will gerade die Spur wechseln, als ich bremse. Die Fahrzeuge berühren sich mit einem dumpfen Geräusch. Touché.

Der mir aufgefahrene Wagen ist vorn links an der Stoßstange angekratzt, meiner hinten rechts. Die Fahrerin des Smart fährt einfach davon. Kennzeichen konnte so schnell keiner von uns zwei beteiligten erfassen. Der Fahrer sagt "Scheiße! Die ist einfach abgehauen!" Ich sage "Das Kennzeichen konnte ich nicht sehen." Wir beide schauen den Schaden an, wischen jeweils mit der Hand drüber, sagen beide "Kann man weg polieren." und geben uns die Hände. Einsteigen, Verkehr wieder fließen lassen.

Scheiß drauf, ehrlich. Der Aufwand mit Versicherung, Lackieren für nichts als Kohle machen und den ganzen Papierkram lohnt nicht. Die Fahrerin des Smart wird irgendwann selbst betroffen sein und eine Lehre erteilt bekommen. Und ich habe gelernt, gelassen zu sein und einfach mal Fünfe gerade sein zu lassen. Im Sommer lasse ich den Wagen vielleicht ohnehin einmal professionell polieren. Vielleicht aber auch nicht.

Ich finde, diese einfachen Gesten könnten so viele Streitigkeiten unter Autofahrern, Nachbarn, Kollegen und Vereinskameraden schon im Keime verhindern.

Geschrieben am 11.02.2015 um 17.00 Uhr von CeKa
in Männersache



Du sollst nicht ...



... oder lieber doch?

Einige Autoren der Region haben sich sich kurzfristig zusammen geschlossen, um eine kleine Zeitschrift in die Welt zu senden.



Klappentext:
"Humor verbindet.
Satire in Wort und Bild, angereichert mit vielen Zitaten rund um alle Weltreligionen ist hier Programm. Autorinnen und Autoren sowie Zeichner aus aller Welt steuern ihren Beitrag zur Religionssatire bei.

Hier wird keine Hetze oder Gotteslästerung betrieben, sondern in humorvoller und satirischer Weise der Blick auf alle Weltreligionen geworfen. Harry Michael Liedtke, Viola Eigenbrodt, Stefan Lehner, Carsten Koch, Katrin Langmuth und Marcus Watolla sowie viele Zeichner liefern Ihnen vergnügliche, aber auch nachdenkliche Stunden voll guter Unterhaltung, trotz oder gerade wegen des Terrors einiger weniger religions-fanatischer fehlgeleiteter Extremisten, die niemals eine ganze Religion repräsentieren.

Der Mensch sei Christ in der Barmherzigkeit, Moslem in der genauen Beobachtung der äußeren Bräuche und Hindu in der alles umschließenden Milde gegenüber allen lebendigen Geschöpfen. Shrî Ramakrishna"


Der Verkaufserlös wird komplett gespendet. Wer nicht bei Amazon bestellen mag oder kann, der darf gern versuchen, dass Heft mit der ISBN 978-1507813027 im örtlichen Buchhandel zu bestellen. Wenn das nicht klappt, dann gern bei mir. Die Versandkosten betragen dann 1,45 €. Es lohnt sich!

Geschrieben am 04.02.2015 um 05.32 Uhr von CeKa
in Übernächtliches



Aktuelles Zitat



"Die ISBN unseres Werkes lautet 987-1-50781-3027"

So schnell kann es gehen. Ich bin sehr gespannt auf die anderen Geschichten.

Geschrieben am 01.02.2015 um 14.19 Uhr von CeKa
in Übernächtliches



Mal eben schnell ....



... die Herausforderung angenommen, eine Kurzgeschichte zum Thema "Glauben und Satire" zu schreiben. Die Idee musste her, reifen und dann auf das virtuelle Papier. Der erste Eindruck des Herausgebers war positiv. Sehr schön! :)

Wieder ein "ohne Geld"-Projekt, aber mit einem enormen Spaß- und Bekanntheitsfaktor dabei. Ein kleiner Botschafter für den Frieden zu sein, keine schlechte Sache.

Geschrieben am 31.01.2015 um 08.47 Uhr von CeKa
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Schuhe



Wie langjährigen Lesern sicher in Erinnerung ist, hasse ich es gründlichst, Schuhe kaufen zu müssen. Die Lösung der Einkaufsunwilligkeit zeichnete sich beim letzten Einkauf ab, als ich über meine Schuhe aus dem Knast berichtete. Vor einem Jahr hatte ich mir Schuhe aus der JVA Remscheid bestellt und was soll ich sagen, sie halten noch immer.

Ein Paar trage ich täglich zur Arbeit und in der Freizeit. Das andere Paar ist für die Garten- und Hausarbeit genutzt, wird also regelmäßig richtig dreckig. Für einen schwarzen Halbschuh eigentlich tödlich, nicht jedoch für diese.

Jetzt habe ich vorsichtshalber Nachschub bestellt. Schwarzer Herrenhalbschuh, handgenäht, Leder und Sohle robuster Kunststoff für 34,90 € bzw. 39,90 € incl. Versand. Die Qualität hat mich überzeugt und der Tragekomfort ist für mein breiten Dauerschmerzfüße sehr angenehm.

Ich kann den Laden also sehr empfehlen, den Knastladen. Einzig die neugierige Nachbarn beunruhigende Tatsache, dass man ca. vier Wochen nach der Paketlieferung einen Umschlag mit der dicken Aufschrift "Justizvollzugsanstalt ...." erhält, muss man locker wegstecken. Der enthält nur die Rechnung, wenn man unbescholten ist. Wer einen Gemeinschaftsbriefkasten hat, sollte die Erklärung parat halten. :)

Geschrieben am 23.01.2015 um 05.46 Uhr von CeKa
in Männersache



Ich dachte schon ...



... ich könne mich nun gedanklich damit abfinden, an meinem jetzigen Arbeitsplatz nichts Neues hinzu lernen zu müssen (oder können). Pustekuchen, wie immer. Aber dieses Mal nicht zum Schlechten. :)

Ich habe mich zum "Spezialisten" im Lesen und Auswerten von Rentenauskünften weitergebildet. Wo andere nur das Übliche erkennen und sich nach drei Seiten erschöpft dem Behördendeutsch ergeben, da fange ich erst an. Es macht schon Spaß, den Leuten zu ihrer eigenen Verblüffung ein deutlich früheres Renteneintrittsalter als gedacht mitzuteilen. Inzwischen zehrt der Freundes- und Bekanntenkreis auch schon von den neuen Kenntnissen.

Grundsätzlich gilt aber: Wer weiblich ist, Kind(er) hat(te), schwerbehindert über 50 % und älter als 60 ist, sollte sich sehr genau eine aktuelle Rentenauskunft anschauen. Das ist nicht das kleine vierseitige Schreiben der Rentenversicherung, das jedes zweite Jahr kommt. Die große Rentenauskunft umfasst rund 20 Seiten und gibt auch alle anderen Rentenbeginne preis, die vor der Regelaltersrente liegen.

Man kann diese Auskunft übrigens auch HIER online anfordern. Einfach oben den Punkt "Versicherungsverlauf / Rentenauskunft" anklicken, Versicherungsnummer, Nachname und Vorname eingeben und auf "Absenden" klicken. Es wird sofort geprüft, ob die Daten zusammen passen und wenn alles gut ist, kommt nach wenigen Wochen die Auskunft ins Haus. Gibt es noch unklare Zeiten, kommt erst ein Fragebogen in den Briefkasten. Dann folgt die Rentenauskunft erst, wenn die unklaren Zeiten im Versicherungskonto geklärt sind.

Diese Rentenauskunft bekommt man übrigens erst ab dem zarten Alter von 54 und älter. Als "jüngerer" Mensch braucht man das noch nicht *harhar*.

Man lernt also nie aus und ich muss sagen, das vergangene halbe Jahr mit intensiver Beschäftigung zum Thema Rente und mit dem Gespenst "Grundsicherung im Alter" hat mir selbst viel Erleichterung über mein Leben nach der Arbeit gebracht. Immerhin sind das nur noch weniger als 10 Jahre. Jedenfalls will ich das so. Ich habe ja meine Rentenauskunft auch schon ausgewertet. ;-)

Geschrieben am 21.01.2015 um 17.18 Uhr von CeKa
in Tagesblog



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