Weg



Ich bin dann mal ein paar Tage weg.

Keine Arbeit und vielleicht ein Stückchen kalte Meerbrise um die Nase wedeln lassen. Dem Katz wird es hervorragend gehen, wenn ihn der schnarchende Kerl nicht immer wieder aus dem Bett schmeißt.

Haus, Wohnung und Viech brauchen sich nicht umgewöhnen. Nur mein Rücken vermutlich wieder mal. Aber das kenne ich inzwischen schon reichlich. Seminarerfahrung eben.

Bis später denn mal.

Geschrieben am 28.04.2015 um 09.06 Uhr von CeKa
in Tagesblog



Was bisher geschah



Die Zeit rennt. Irgendwo zwischen arbeiten, leben und den besonderen und normalen Dingen eines Frühlings ist in den letzten Wochen viel passiert. Im Grunde viel zu viel, um es in die wenigen Worte eines Blogbeitrags zu verpacken.

Da war ein dreitägiges Seminar in Gewaltprävention, das für mich eine Auffrischung wurde. Nett gemacht, aber leider nicht sehr Gewinn bringend. Von der Eifellandschaft, in der das Ganze stattfand, war aufgrund der Tatsache, dass dort erst zwei Wochen zuvor der Schnee geschmolzen war, auch nicht viel zu erwarten. So blieben unruhige Nächte wegen "zu warm", "zu viel im Kopf", "ungewohnte Umgebung" und "zu kurzes / zu schmales Bett" mit "zu kleinem Kopfkissen" übrig. Neben den dann doch recht nützlichen und amüsanten Gesprächen abends in der Hauskneipe. Bei Winzerwein für 5,85 € die Flasche oder wahlweise einem Drittelliter Bier vom Fass für 1,30 €.

Was mich aber insgesamt nicht davon abhalten konnte, mich nach meiner gewohnten Umgebung zu sehnen. Und diese hatte mich dann auch schnell wieder, mitsamt maulendem Katerviech, munterer Herzensfrau und eigenem Bett. Dann hatte mich auch die normale Arbeit wieder. Mit allen Konsequenzen, die solch eine Tätigkeit mit sich bringt. Menschen, Schicksale, Beratung und Lösungsentwicklungen beherrschen den Alltag. Zwischen Besprechungsmarathontagen und Tagen mit bis zu 20 intensiven Kundengesprächen. Man könnte von Überbelastung sprechen, ich nicht. Ich brauche solche Tage, um mich lebendig zu fühlen. Die Besprechungen nicht, aber die müssen sein. Nahezu wöchentliche Änderungen in Gesetzeslagen brauchen und fordern das. Die eigene Rente wird eine greifbare Option. Ebenso wie das beinahe öffentliche Leben hier im Haus.

Wir führen behutsam, lenken und nehmen Einfluss zum Erhalt eines wertvollen Gutes und Hauses. Leben kann man hier prima, wenn man sich darauf einlässt, mitzumachen und manchmal auch einfach gelassen zu bleiben. Es ist schon etwas Besonderes, jeden Tisch, jeden Stuhl, jede Bodendiele in diesem riesigen Haus zu kennen und auch schon berührt zu haben. Im Grunde ist es fast ein Mehrgenerationhaus, in dem wir leben. Wenn da nicht die fehlenden Kinder wären. Wobei wir bisher leider die überwiegende Erfahrung machen mussten, dass Eltern in der heutigen Zeit anscheinend ihre Kinder nicht mehr leiten, sondern lassen. Manchmal ist es gruselig anzuschauen, wie Eltern rauchend draußen sitzen und schwatzen und die Vierjährigen drinnen schwere Stellwände zum Kippen bringen und Blumen unter Wasser setzen, ohne dass jemand einschreitet.

Inzwischen weite ich aber auch meine handwerklichen Fähigkeiten aus. Und meine Werkstatt sieht so aus, wie ich sie mir schon vor Jahrzehnten erträumt hatte. Natürlich nur mit den gegebenen Möglichkeiten. Im Nebenraum der Werkstatt überwintern der Fuhrpark für die Rasenflächen und mein Autozubehör. Mein Fahrrad sollte ich mal verkaufen, ich fahre ohnehin nicht mehr damit. Und damit wäre dann auch der Fahrradträger für die Anhängekupplung überflüssig. Leider viel zu wenig genutzt, aber das Leben hatte sich einfach schneller geändert als wir dachten.

Aufräumen ist ein wichtiges Thema. Ich habe erst kürzlich die letzten Umzugskartons voller persönlicher Papiere sortiert. Ein ganzer Karton ist nun entsorgt. Mein erster Mietvertrag von 1978, Briefe von Freunden und Freundinnen, Nachweise schrecklicher Prozesse. Ich habe alles entsorgt, ich schließe mit der Vergangenheit ab. Meine Zeiten als Jäger und Sammler und die als jemand, der ständig noch alte Kamellen wieder nachweise musste, sind nun vorbei. Egal was jetzt noch kommen könnte, es kann mich nicht mehr schocken. Ich habe alles erlebt, was es zu erleben gibt. Und ich würde auch das überstehen, dessen bin ich mir sicher.

Ich habe noch immer das Gefühl, zu viele Dinge zu besitzen. Noch mehr muss weg und dazu gehören auch noch die letzten Bücher. Irgendwann habe ich dann bestimmt auch mal Zeit, die restlichen CDs zu mp3-Dateien zu machen und dann gehen auch die irgendwo anders hin. Mein Wunsch wäre es, bis zu meinem Tode nur noch das Nötigste zu besitzen. Unsere Wohnung ist gut und übersichtlich ausgestattet, ohne die Gemütlichkeit vermissen zu lassen. Mehr braucht es nicht. Wozu Dinge ansammeln? Ich finde keinen Grund mehr dafür. Ich fühle mich erleichtert, wenn wieder etwas in der Mülltonne landet oder im Container der Annahmestelle verschwindet. Kürzlich habe ich sogar weit über 20.000 Mails gelöscht und von meinem PC Dateien im Umfang von rund 1.000 Gigabyte. Alles gesammelter Kram, den ich ewig schon nicht mehr angeschaut habe. Es geht mir besser ohne das alles.

Nun ist es Freitag, Nachmittag und ich habe die Pflicht, die Küche aufzuräumen, nachdem ich Schatzens Bratkartoffeln verspeist habe. Das ist es, was Freude bringt. "Essen ist der Sex des Alters." und es macht Spaß, sich auf diese Weise zu vergnügen. Könnt ihr glauben.

Geschrieben am 17.04.2015 um 15.30 Uhr von CeKa
in Tagesblog



Fast wie früher ...



... sprachen wir fünf, als wir gestern im Vorhof des Hauses saßen, Bier und Wein zu uns nahmen und in das Lagerfeuer schauten. Hell brannten die Flammen aus dem Feuerkorb und jeder warf mal zwischen den Gesprächen etwas Holz ins Feuer. Es fehlte eigentlich nur noch die gespielte Gitarre.

Vorher, dem Alter entsprechend und der geringen Verträglichkeit gegenüber Alkohol, wurde gegrillt und mit selbstgemachtem Krautsalat, Kartoffelsalat, Kräuterbutter aus eigener Herstellung und gutem Stangenbrot eine sehr sättigende Grundlage geschaffen.

Das Fazit war eine Erinnerung an die beste Jugendzeit bei allen Beteiligten. Lang, lang ist´s her. Und wir haben beschlossen, dass wir die Tradition des kleinen Osterfeuers im Hof wieder aufleben lassen wollen. Auch wenn wir dann sicher kein uraltes und naturbelassenes Bügelbrett aus Holz mehr ins Feuer werfen können. Das sah gestern ein bisschen aus wie ein Surfbrett. Was wiederum an Meer und Segeln erinnerte und das wiederum an den Text von Leonard Cohens "Suzanne". Was dann noch mehr Erinnerungen wach rief. Schön war es und ist es.

Geschrieben am 06.04.2015 um 10.53 Uhr von CeKa
in Tagesblog



Sportlich



Bitte klicken Sie HIER und verzweifeln Sie nicht ob der langen Ladezeit. Es lohnt sich. Zumindest für diejenigen Menschen, die auf seltsamen "Cat Content" stehen.

Geschrieben am 03.04.2015 um 10.36 Uhr von CeKa
in Viechereien



Extrem lecker



Überbackener Blumenkohl


Überbackener Blumenkohl mit Kartoffelspelten (eigener Ausdruck)

Überbackener Blumenkohl im Detail


Man nehme einen Blumenkohl, dünste ihn für eine halbe Stunde, modelliere ihn anschließend mit Hackfleischmasse wie für Frikadellen in ein Gehäuse und belege ihn mit dünnen Speckstreifen. Ab in den Backofen für 40 Minuten bei 200 Grad.

Extrem lecker, sehr sättigend und es braucht kein Gemüse dazu. Ist ja schon drin. :)

Geschrieben am 29.03.2015 um 15.54 Uhr von CeKa
in Mahlzeit!



Urlaub ist ...



... für mich, wenn ich etwas Anderes mache als meine normale Arbeit. Nämlich arbeiten, nur eben anders. Arbeit verhindert bei mir Unzufriedenheit und das Schlimmste, was mir je (noch einmal) passieren könnte, wäre ein Urlaub am Strand in einem sonnigen Land.

Nein, ich muss im Urlaub etwas tun und das nicht zu knapp. Wenn man wie ich den ganzen Tag mit dem Kopf arbeitet und eigentlich froh darüber ist, dass der Kopierer und Scanner am anderen Ende des Flurs steht, dann braucht man körperlichen Ausgleich. Komme ich von der Arbeit, dann bin ich so fertig von der Anstrengung der neunstündigen vollen Aufmerksamkeit, dass ich kaum noch etwas leisten kann. Man(n) wird ja auch älter. Die Stunde Büroarbeit im Ehrenamt gibt mir dann meist den Rest für den Tag. Gartenarbeit und Co. finden bei uns ohnehin meist am Wochenende statt.

Jedenfalls habe ich jetzt eine Woche Urlaub hinter mir. Montag hatte ich, nachdem der Trödelmarkt im haus wieder aufgeräumt war, meine Werkstatt, die auch von den anderen Handwerkern im Haus genutzt wird, endlich mal halbwegs aufräumen und entrümpeln können. Dienstag war das Auto dran, einschließlich Radwechsel, Scheibenreinigung (meine absolute Hasstätigkeit am Auto) , Saugen, Waschanlage und Cockpitpflege. Der Rest des Tages verging mit Werkzeugsortieren. Mittwoch habe ich Müll abgefahren und endlich die Werkstatt von altem Restholz und Farben befreit. Wir werden da wohl aufgrund der angefallen Menge an seltsamen Farbresten und so weiter das Schadstoffmobil ordern müssen. Aber das zahlt der Verein, da muss ich mir keine Sorgen um die Kosten machen.

Am Donnerstag habe ich den Angstgegner "Treppenkeller" bezwungen und den (nun kann man ihn wirklich so nennen) Keller für unsere Gartengeräte entrümpelt und aufgeräumt. Donnerstag war draußen dran und drinnen habe ich noch ein Stück weit in der Werkstatt weiter gearbeitet. Freitag wollte ich zum Frisör, habe es dann allerdings gelassen, als die vielen Kerle sah, die noch warteten. Samstag hat es dann geklappt mit der Umstellung auf Sommerbetrieb am Kopf. Jedenfalls habe ich zwischendurch noch ein paar Stunden programmiert und telefoniert. Mit Aufräumen war nicht viel, aber eine Notausgangsleuchte habe ich repariert und wieder installiert.

Samstag dann eben Frisör und Schatzens Waschkeller aufgeräumt, ein altes Regal in unseren Privatkeller zur Zwischenlagerung verschoben und ein neues Regal aufgebaut. Schöner, breiter, höher und natürlich sauberer ist es. Zum Aufräumen gehört natürlich immer auch das Fegen und ich glaube, so sauber waren diese Keller noch nie.

Heute mache ich nichts. Ich muss mich gezielt langweilen, damit ich wieder Lust zur Arbeit mit dem Kopf habe. Ab morgen geht es dann bis Ende April wieder weiter. Ich kann und werde euch leider aus Datenschutzgründen absolut nichts über meine Arbeit erzählen können. Es kann nur gesagt werden, dass ich genau dort arbeite, wo es menschlich brennt und ich alle meine bisherigen persönlichen und beruflichen Erfahrungen einbringen und anwenden kann. Alles was ich bisher gemacht, gelernt und erlebt habe, kommt nun den Menschen zugute, die mir zugewiesen werden. Und ich bin in meiner Arbeit erfolgreich, was mich sehr freut. Aber eben erst wieder ab morgen.

Dieser Urlaub hat nun vier aufgeräumte Keller und sechs Tage für mich gebracht, an denen ich abends körperlich so derbe erledigt war, dass ich teilweise um 21 Uhr schon tief und fest schlief. Ich kann die Ergebnisse meiner Arbeit sehen und das macht mich zufrieden. Das hätte ich nicht, wäre ich am Sandstrand in der Sonne verbrannt und wäre dabei vor Langeweile gestorben. Ganz sicher wäre ich das.

Geschrieben am 22.03.2015 um 14.58 Uhr von CeKa
in Männersache



Ich bin ein Wetterfrosch



Ich wechsele meine Reifen am Auto nur dann, wenn ich mir sicher bin, dass der Wagen die anderen Reifen benötigt, um mich sicher fahren zu lassen. Im Dezember wechsel ich von Sommer- auf Winterreifen und im vergangenen Jahr im Mai umgekehrt. Temperaturen von mehr als 5 Grad über Null sind für Winterreifen überhaupt nicht gut, oder sagen wir mal für die Fahrenden. Denn bei höheren als tiefen Wintertemperaturen ist das Gummigemisch zu weich und die Reifen verlieren ihre Haftwirkung. Mal abgesehen vom erhöhten Verschleiß.

Andererseits möchte ich auch bei einem plötzlichen Wintereinbruch nicht mit (wenn auch guten) Sommerreifen nicht den Berg in unserer Straße hinauf müssen. Oder hinunter rutschen.

Jedenfalls habe ich heute, man glaubt es kaum, am 17. März meine Reifen gewechselt. Für mich ist jetzt der Winter vorüber, punktum. Außerdem habe ich die Scheiben von innen geputzt, was für mich eine absolute Hassarbeit ist. Eine Wagenwäsche und eine Innenreinigung waren ebenfalls fällig. Jetzt riecht das Auto innen nach altem Männerurin, wie wir festgestellt haben. Die kleine Flasche Kunststoffpflege gab es mal zu einer Wäsche bei den blauen Tankstellen dazu und jetzt weiß ich auch warum die kostenlos war. Nein, ich kaufe jetzt keine Duftbaum, die sind so schadstoffbehaftet, dass ich lieber den zweifelhaften "Duft von Helena Urinstein" ertrage. Übermorgen ist davon bestimmt nichts mehr riechbar. Sonst reinige ich eben auch noch die Polster.

Ich habe also offiziell den Frühling eingeläutet und fühle mich wie der Wetterfrosch persönlich. Ach so, meine Reifen wechsele ich noch immer selbst. Mit Wagenheber, Radkreuz und Drehmomentschlüssel sind die zwanzig Radschrauben zwar nicht leicht zu bändigen, aber immerhin kann ich so gleichzeitig einen Blick auf die Bremsen, Bremsscheiben und Stoßdämpfer werfen. Dafür sind jetzt meine Knie wieder für ein paar Tage völlig lädiert. Aber das ist eine andere Geschichte.

Geschrieben am 17.03.2015 um 20.04 Uhr von CeKa
in Männersache



Fix und alle ...



... sind wir gestern aus einer Großveranstaltung im Haus heraus gegangen. Freiwillig machen wir nun schon zum fünften Mal bei einem großen Trödelmarkt im Haus mit, in dem wir wohnen. Der Verein bietet traditionell privaten Trödlern zweimal im Jahr die Möglichkeit, sich Tische zu mieten und ihren Kram anzubieten. Und da helfen wir eben mit.

Meine Erfahrungen als Marktmeister und Stadtsheriff sind natürlich ebenso willkommen wie die von Schatz als Küchenlogistikerin und Organisateurin für den Verpflegungsbereich. Das heißt aber auch, dass wir gestern von 6.30 Uhr bis 17.30 Uhr auf den Beinen waren und ohne Pause geregelt, gestanden, gemacht und getan haben. Volles Programm, voller Einsatz mit all den anderen Helfern zusammen.

Wieder einmal haben wir eine schier unglaubliche Meisterleistung im Ehrenamt vollbracht und für heute bleiben nur noch kleinere Putz- und Reinigungsarbeiten übrig. Mit dem restlichen harten Kern der Organisatoren waren wir gestern Abend noch auswärts essen und haben uns bedienen lassen, nachdem wir den ganzen Tag Bedienende waren.

Jetzt, am anderen Morgen, schmerzen alle meine Knochen und ich werde heute wohl nicht ohne ein passendes Medikament auskommen. Über den Tag habe ich natürlich zu wenig gegessen und getrunken und die Folge ist, dass sich der olle Gichtzeh, der sich vor genau 10 Jahren zum ersten Mal meldete, wieder Aufmerksamkeit einfordert. Trotz alledem sind wir stolz darauf, solche Glanzstücke noch abliefern zu können. Und dass wir einen tollen Kontakt zu jungen und alten Menschen gleichermaßen haben. Auch wenn ich inzwischen nach solchen riesigen Aktionen lieber frei nehme, um mich einen Tag lang zu erholen. Man(n) wird ja älter. Doch ich brauche auch die Aktion in der Freizeit, bei der ich mich körperlich fix und alle mache, die Seele aber tief erfüllt wird.

Das ist mein persönlicher Weg aus den tiefen schwarzen Löchern. Denn vor 12 Jahren war alles noch gar nicht so hell und freundlich in mir wie jetzt. Auch das habe ich geschafft. Und dafür brauche ich solches Engagement, damit es auch nie wieder passiert.

Geschrieben am 16.03.2015 um 06.06 Uhr von CeKa
in Tagesblog



So ein freier Sonnabend ...



... dient der Erholung. Mit solchen Arbeiten, die ich in der Woche am Arbeitsplatz eben nicht mache. Handwerkliches, damit der Kopf auch mal zur Ruhe kommt und die Hände was zu tun haben.

So blicke ich heute auf eine neu verschlauchte Profi-Kaffeemaschine für 40 Liter Kaffee in 30 Minuten zurück. Schläuche ausbauen, neue Schläuche besorgen, passend zuschneiden und einbauen. Und den dicken Trumm wieder an Ort und Stelle bringen.

Dann habe ich das schöne Wetter genutzt, endlich ein Vordach über die Café-Tür gebaut. Drei Stunden Arbeit waren das. Aber um es mit den Worten eines Kunden bei OBI zu sagen: "Da kann man ein Kamel dran aufhängen." Zumindest ist das neue Dach kaum sichtbar. Vermutlich bis es wegen der Bäume grün wird.

Meine Werkstatt habe ich aufgeräumt und der Jugend alte PCs geprüft und bewertet. Jetzt lagert aus beiden Aktionen wieder ein Haufen Schrott in der Werkstattecke auf meine Abfuhr.

Eine Notbeleuchtung habe ich auf Bitten unseres weit über siebzig Jahre alten Hauselektrikers geprüft, neu eingestellt und wieder montiert.

Und Schatz hat die erste Gartenarbeit in der Sonne genossen, nachdem ich sie zwischendurch von der Arbeit abholen konnte. Gemeinsam haben wir den ewigen Kampf gegen das Moos aufgenommen und jetzt sieht alles ganz weiß aus, wie verschneit. Aber das lenkt keineswegs vom erfüllten Tag und den jetzt wunderbaren Sonnenuntergang ab. Wir schlemmen jetzt Eintopf mit selbst gemachtem Krautsalat zum Nachtisch. Oder zum Vornachtisch, weil im Kühlschrank noch Wackelpudding wartet.

Ich esse jetzt und bin bestimmt um 21 Uhr im Bett. Ich fühle mich kaputt wie in der Woche auch, aber im Hirn und in der Seele deutlich gelöster als sonst. Und ich habe Rücken wie immer. Aber das kennen wir ja. Draußen schien die Sonne und das zählt.

Geschrieben am 07.03.2015 um 18.26 Uhr von CeKa
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Schuldenfrei



Ich bin mit dem heutigen Tag endgültig schuldenfrei. Die letzte Rate der Gerichtskostenhilfen aus meinen schlechten Zeiten sind bezahlt.

Ich habe gelernt und führe auch jetzt weiterhin ein Guthabenkonto ohne jeden Dispositionskredit. Es gibt keinen Kauf mehr, für den kein Geld vorhanden ist. Ein Leben ohne Kredite ist möglich und erstrebenswert. Auf der Strecke geblieben sind 259.000 Euro an Banken und eine Bank selbst.

Mit Sicherheit werde ich nie wieder ein Haus bauen und voll finanzieren lassen. Ich war ein Idiot. Und ich habe gelernt, was Konsumwahn alles zerstört und wofür er ein Ausgleich ist.

Es ist vorbei.

Geschrieben am 02.03.2015 um 17.09 Uhr von CeKa
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